Krankenhaus Hietzing: Gemeinsam gegen den Krebs

Geschenke für das Krankenhaus: Barbara Brunner überreicht Oberarzt Günther Koderhold ihre Seidenmalereien.
3Bilder
  • Geschenke für das Krankenhaus: Barbara Brunner überreicht Oberarzt Günther Koderhold ihre Seidenmalereien.
  • hochgeladen von Mathias Kautzky

HIETZING. Nerven aus Stahl gehören für Barbara Brunner zur Jobdescription: Ihren Berufsalltag verbringt sie in einer sozialen Wohngemeinschaft mit Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen. Mit ihrer jahrelangen Erfahrung weiß sie aber, dass auch anfangs unlösbar erscheinende Problemsituationen oft mit gutem Willen, vollem Einsatz und einem Quäntchen Glück gut ausgehen können. Wenn aber auf einmal der eigene Körper betroffen ist, ist man schnell am Ende seiner Problemlösungskompetenz. Dann muss man die eigene Gesundheit in die qualifizierten Hände von Spezialisten legen - mit der Hoffnung, dass alles gut ausgeht.

Genauso war es bei der Steirerin dieses Frühjahr: Bei einer Routineuntersuchung wurde Alarm geschlagen – Krebsverdacht! - und man schickte sie zu den Spezialisten nach Wien. Abteilungsvorstand Dr. Tomas-Hendrik Knocke-Abulesz diagnostizierte einen Tumor und begann sofort mit der Behandlung: Strahlentherapie. Chemotherapie. Operation. Insgesamt fünf Chemotherapien ließ Frau Brunner im Laufe der Behandlung über sich ergehen, mit allen negativen Begleiterscheinungen. Aber sie behielt die Nerven und vor allem ihre positive Grundeinstellung. Drückte ihre Hoffnung und ihren unbedingten Lebenswillen in ihren farbenprächtigen Seidenmalereien aus. An ihrer Seite stets der Ehemann, ihr „Fels in der Brandung“, wie sie ihn mit zärtlichem Blick nennt.

Heute ist sie geheilt: Der Krebs ist nicht mehr nachweisbar. Energiegeladen steht sie in der Abteilung für Strahlentherapie des Krankenhauses Hietzing und möchte sich bei Ärzten und Pflegepersonal bedanken. Weil die einen ihr die besten Therapien zur richtigen Zeit empfohlen hatten. Weil die anderen stets ein offenes Ohr für ihre Bedenken und Nöte hatten. Und weil sie von allen immer an die guten Heilungsaussichten erinnert worden ist - vor allem dann, wenn die Nebenwirkungen der Therapie gerade besonders belastend waren. Oberärztin Dr. Gerlinde Schenk spricht im Namen aller Mitarbeiter, wenn sie sagt, dass „wir durch das positive Beispiel von Frau Brunner neu angespornt werden, für alle Patienten unser Bestes zu geben. Wenn man jeden Tag nur kranke Menschen sieht, ist es besonders wertvoll, wenn einmal eine geheilte Patientin wiederkommt und allen – Patienten und Personal – zeigt, wie es im besten Fall laufen kann!“

Keine Angst vor Strahlentherapie

Mit ihrem Besuch möchte die blonde Frau aus Scheifling bei Murau auch dem generell angstbesetzten Image der Strahlen- und Chemotherapie entschieden entgegentreten: Zwar hat sie in der Zeit ihrer Therapie körperliches Unwohlsein und Einschränkungen erlitten, und nicht nur einmal war sie kurz davor, die Behandlung abzubrechen. Aber der Erfolg, nämlich ihre Heilung, war all die Strapazen wert. Ins selbe Horn stößt auch Oberarzt Dr. Günther Koderhold: „Das negative Image der Strahlenbehandlung stammt von früher, als die Therapie noch viel belastender war und noch nicht so gute Erfolge aufweisen konnte. Bei rechtzeitiger Früherkennung haben wir heute enorm gestiegene Heilungserfolge bei minimaler Patientenbelastung. Darum empfehlen wir regelmäßige Gesundenuntersuchungen.“

Also eine „Win-win-win“-Situation: Frau Brunner ist geheilt, das Abteilungspersonal hat ein eindrucksvolles Best-Practice-Beispiel und niemand braucht sich mehr vor Strahlenbehandlungen fürchten. Ist diese Geschichte eigentlich für irgendjemanden schlecht ausgegangen? Barbara Brunner lacht aus vollem Herzen: „Für den Krebs. Den bin ich nämlich los, und zwar für immer!“

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen