Neuer Betreiber für Klimt-Villa

Baris Alakus (l.) löst Wilhelm Rasinger als Leiter ab.
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HIETZING. Ein Kunst- und Kulturzentrum wie die Klimt-Villa braucht viel Pflege. Der ehemalige Betreiber Wilhelm Rasinger war ambitioniert: "Ich hätte durchaus investiert, aber nicht unter diesen Vertragsbedingungen."

Grund für den Abschied von Rasinger sind Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und den Inhabern. Rasinger setzte sich für bessere Öffnungszeiten ein, "aber da wirst du schon schief angeschaut". Zurzeit ist die Klimt-Villa an vier Tagen in der Woche geöffnet.

Wechsel der Betreiber

In einen Kulturbetrieb zu investieren, lohne sich nur selten, meint Wilhelm Rasinger. Vor allem die Garage ist ihm ein Dorn im Auge. "Diese Garage zerstört das Bild der Villa. Zum Glück ist sie mittlerweile von Efeu überwachsen", meint Rasinger scherzhaft. Nun gibt er die Führung an Baris Alakus ab. Dieser hat sich mit zwei Kollegen des Klimt-Vereins zusammengeschlossen, um das Haus vor dem Leerstand zu retten. Auch er hat bereits Pläne für das Kulturzentrum. Alakus will während der Öffnungszeiten einen kleinen Gastronomiebetrieb eröffnen. "Das wird sicher kein Restaurant sein, aber die Gäste sollen mit Kaffee und Kuchen versorgt werden – so wie es Klimt geliebt hat", meint Alakus. Dadurch soll die Villa auch als Ausflugsziel attraktiver werden.

Das Gebäude in der Feldmühlgasse ist jedoch kein Museum: "Die Leute kommen vor allem wegen der Atmosphäre", meint Rasinger. In der Villa sind zwar keine Originale ausgestellt, dafür ist sie mit hochwertigen Repliken ausgestattet. "Originale auszustellen, ist nicht eingeplant. Wir werden aber für diverse Sonderausstellungen weitere Repliken anfertigen lassen", so Alakus. Geplant ist etwa eine Installation zur Hietzinger Hochbürgerschaft.

Trotz aller Streitigkeiten blickt Wilhelm Rasinger auf eine gute Zeit zurück. "Mein absolutes Highlight war die Lesung des Nobelpreisträgers Eric Kandel, der sich ausgiebig mit Klimt beschäftigt hat", meint Wilhelm Rasinger.
Ab 1. April ist die Klimt-Villa wieder für Besucher geöffnet. Mehr Infos auf www.klimtvilla.at

Baris Alakus (l.) löst Wilhelm Rasinger als Leiter ab.
Die Klimt Villa Wien beherbergt das Atelier, das der Künstler ab 1911 bis zu seinem Tod 1918 benutzte.
Autor:

Maximilian Spitzauer aus Hietzing

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