Speising geht es langsam an

Caterina Mahrer stoßt mit BV-Stellvertreter Reinhard Feistritzer auf den gelungenen Abend an.
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  • Caterina Mahrer stoßt mit BV-Stellvertreter Reinhard Feistritzer auf den gelungenen Abend an.
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Essen ist mehr als nur satt zu werden. Essen bedeutet vor allem Genuss und stiftet Identität, so eine der Grundideen der Slow Food-Bewegung, die Ende der 80er Jahre in Italien als Reaktion auf den aus Amerika überschwappenden Fast Food-Trend gegründet wurde. Slow Food ist die Antwort auf die rasante Entwicklung von Fast Food und setzt auf die Vielfalt der lokalen landwirtschaftlichen Produkte.

Gegründet wurde die Bewegung als „Internationale Bewegung zur Wahrung des Rechts auf Genuss“. Der Verein versteht sich als Lobby für Geschmack, aber auch für regional angepassten und ökologischen Anbau sowie den Erhalt der kulinarischen Kulturen. Inspiriert von der Grundidee von Slow Food, lud die Maturantin Caterina Mahrer zu einer kulinarischen Entdeckungsreise auf den Spuren schon fast vergessener Speisen und Weinsorten, die einst praktisch nicht von den Menükarten und -Tafeln der Region wegzudenken waren, aber heute fast verschwunden sind oder sehr weit in den Hintergrund gedrängt wurden.

Bei einem Genussabend am vergangenen Donnerstag im Weinkeller der HLTW Bergheidengasse konnten die geladenen Gäste – mit der Unterstützung von Barbara van Melle (Journalistin und Vorsitzende des Slow Food Wien Präsidiums), des Winzers Fritz Wieninger sowie von der Waldviertler Bäckerei „Kasses“ und dem Wiener Traditionsrestaurant „Zum Schwarzen Kameel“ – unter anderem den „Gemischten Satz“ wiederentdecken, eine fast vergessene Weinsorte. Der „Gemischte Satz“ ist seit 2008 ein so genanntes „Slow Food Präsidio-Produkt“, wurde also als besonders wertvolle und erhaltenswerte Weinsorte ausgezeichnet. Der Wein wird schon seit mehreren Jahrhunderten in den Wiener Weingärten angebaut, die oft mit bis zu 20 verschiedenen Rebsorten bestückt sind. Die unterschiedlichen Rebsorten werden auch zusammen geerntet, zu Traubenmost gekeltert und ergeben durch die Mischung verschiedener Trauben das besondere Aroma des „Gemischten Satzes“.

Im Rahmen einer kleinen Weinbergführung erklärte der Winzer Fritz Wieninger den interessierten Gästen Wissenswertes über den Weinanbau in Wien. Im Anschluss konnten sich die Anwesenden bei einer Weinverkostung unter der Leitung des hauseigenen Diplom-Sommeliers Martin Widemann von den Qualitäten des Gemischten Satzes überzeugen. Neben dem Wein wurden auch Schmankerln aus der reichen kulinarischen Kultur Österreichs und Wiens präsentiert. Für Mahrer war der Abend auch gleichzeitg der Abschluss ihrer Ausbildung an der HLTW und ein hoffentlich guter Start in das Berufsleben.

Richard Bernato

Autor:

Alexander Schöpf aus Innere Stadt

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