Hörndlwald
Warum mussten 16 Eichen weg?

Mussten die Bäume zur Erhaltung der Sicherheit weg? Es regt sich Widerstand gegen die Baumfällungen im Hörndlwald.
  • Mussten die Bäume zur Erhaltung der Sicherheit weg? Es regt sich Widerstand gegen die Baumfällungen im Hörndlwald.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

Im Hörndlwald wurden 16 Bäume gefällt. Das Forstamt spricht von "Sicherheitsmaßnahmen".

HIETZING. Im September 2017 war das Ziel erreicht: Nach zähem Widerstand und einigen Demonstrationen zog die Reha-Klinik von "pro mente" doch nicht in den Hörndlwald. Dort hätte ein neues Haus gebaut werden sollen. Das ist nicht passiert und die Initiative "Rettet den Hörndlwald" konnte vorerst aufatmen.

Doch was den Wald betrifft, wähnt man sich bei der Initiative noch nicht in Sicherheit. Denn immer wieder komme es im Hörndlwald zu "Rodungen", so Rainer Klemenjak. Und das sieht man kritisch. Zuletzt, vor wenigen Tagen, wurden 16 Eichen im Hörndlwald gefällt. Die Erklärung des Forstamtes will man bei der Bürgerinitiative nicht so recht glauben.

Forstamt: Sicherheit als Grund!

Andreas Januskovecz, Forstdirektor der Stadt Wien, begründet die Fällungen damit, dass die Bäume Mängel aufgewiesen hätten. "Die gefällten Bäume standen im Nahbereich angebotener Wege und wurden als nicht verkehrssicher beurteilt", sagt Januskovecz auf Nachfrage der bz. Außerdem, so der Forstdirektor, seien die Fällungen laut Forstgesetz keine Rodungen, sondern erforderliche Sicherheitsmaßnahmen gewesen. Auch Ersatzpflanzungen seien nicht notwendig, da sich der Wald selbst erhalte.

Bürgerinitiative: Sicherheit als Vorwand?

Bei der Bürgerinitiative glaubt man diese Begründung nicht. Es dränge sich der Verdacht auf, dass "die Wegsicherheit als Vorwand herangezogen wird, um den alten Eichenbestand zu schlägern und um letztlich festzustellen, dass der Schutzgrund des Naturdenkmals nicht mehr vorhanden ist", erklärt Rainer Klemenjak.

Und auch auf Facebook spekulieren die Hietzinger darüber, warum die Bäume gefällt wurden. Zudem sei das gesamte Gebiet in einem fragwürdigen Zustand. So schreibt eine Userin etwa: "Ich komme gerade vom Hörndlwald und bin erschüttert. Da muss ja ein Bulldozer durchgedonnert sein und selbst ein Hobbygärtner hätte die Bäume professioneller gefällt. Die Wege sind bis auf jene direkt durch den Wald kaputt. Man versinkt in den Furchen, welche die Fahrzeuge gemacht haben und stolpert über Äste und Baumstumpfteile, die einfach so auf dem Weg herumliegen."

Der Bezirksvorstehung ist dieses Thema bekannt. "Wir sind extrem wachsam, was sämtliche Eingriffe im Bereich des Naturdenkmals Hörndlwald betrifft", so Bezirkschefin Silke Kobald. Die Ziele, die die Bezirksvorstehung und die Bürgerinitiative verfolgen, sind jedenfalls ähnlich: Man möchte das Naherholungsgebiet erhalten und in ein Schutzgebiet "Wald- und Wiesen-Naturfläche" umwidmen lassen. Dazu müsste die Stadt Wien aber die aktuelle, erste Bauwidmung aufheben. Ob das passiert, wird sich im kommenden Jahr zeigen.

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