Zwei Altbauten droht Abriss

Dem Haus in der Hietzinger Hauptstrasse 100 droht der Abriss
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Konkret betroffen sind zwei Altbauten in der Hietzinger Hauptstraße 100/102 und 122b. Geplant ist, die beiden Häuser abzureißen und durch Neubauten inklusive Tiefgarage zu ersetzen. Die Hietzinger Bezirksvorstehung ist über den Abriss alles andere als glücklich, wie BV-Stellvertreterin Dorothea Drlik (VP) betont: „Gerade das Haus in der Hietzinger Hauptstraße 100/102 hat eine sehr schöne Jahrhundertwende-Fassade. Es ist daher sehr schade, dass es nun abgerissen werden soll.“ Auch das Haus mit der Nummer 122b stammt aus dem Jahr 1924, wurde allerdings in den 1970er-Jahren renoviert.

Das Problem: Die Häuser gelten laut Gutachten der zuständigen Behörde (MA 19) als „nicht erhaltungswürdig“. Dorothea Drlik kann dies nicht nachvollziehen: „Es ist wirklich schade, dass die MA 19 sich in vielen Bereichen massiv einmischt, dafür aber bei Abrissen scheinbar keine Rücksicht auf das Ortsbild nimmt.“ Bei der MA 19 konnte man auf Anfrage der BZ derzeit keine Auskünfte zu den genannten Fällen geben.

Doch nicht nur die Hietzinger Bezirksvorstehung ist über den bevorstehenden Abriss unglücklich, auch für die Geschäfte des Hauses in der Hietzinger Straße 100/102 steht einiges auf dem Spiel. „Wir sind schon seit 25 Jahren hier, da können wir doch nicht einfach zusperren“, ist Meral Aksan von der „Schneiderei Aksan“ empört. Deshalb hat sich die kleine Privatschneiderei bereits an einen Rechtsanwalt gewandt. „Wenn wir schon unbedingt hier raus müssen, dann wollen wir zumindest eine angemessene Entschädigung. Schließlich geht es hier um unsere Existenz. Es ist nicht so leicht, einfach woanders ein geeignetes Geschäft zu finden“, erklärt Frau Aksan die Situation. Für die Trafik direkt neben der Schneiderei sieht die Situation besser aus. Es gibt bereits die Zusage des neuen Besitzers, dass auch im neuen Haus Platz für die Trafik sein wird.

Laut BV-Stellvertreterin Dorothea Drlik sind die beiden Abrisse bereits beschlossene Sache. „Das Problem ist, dass die Häuser nicht in der Schutzzone liegen. Daher muss ein Abriss auch nicht verhandelt werden. Nach der neuen Bauordnungsnovelle muss der Abriss nur ein paar Tage vorher bekannt gegeben werden.“ Wann genau der Abriss ansteht ist daher auch noch nicht fixiert. Die Bezirksvorstehung und die Schneiderei Aksan können also nichts anderes tun als abzuwarten.

Autor:

Tina Bayer aus Ottakring

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