06.10.2016, 18:24 Uhr

Grätzelpolizisten: Projekt läuft in Hietzing gut an

Inspektor Michael Hendrich, Bezirksvorsteherin Silke Kobald (ÖVP), Stadtpolizeikommandant Helmut Tratter, Sicherheitskoordinatorin Marion Schuch und Inspektor Wolfgang Wind (vl).

Seit August im Einsatz: Die zwei Hietzinger Grätzelpolizisten Wolfgang Wind und Michael Hendrich über ihre Aufgaben.

HIETZING. Sie sind die ersten Ansprechpartner für die Hietzinger: die beiden Grätzelpolizisten Wolfgang Wind und Michael Hendrich. Angefangen bei kaputten Straßenlaternen über Lärmbelästigung in der Nachbarschaft bis hin zu Hinweisen auf verdächtige Personen im Grätzel – ihre Aufgaben sind umfangreich.

Die ersten Anfragen trudeln auch schon ein. Wolfgang Wind hat seit Anfang August ungefähr 20 Anliegen aus der Bevölkerung bekommen. "Zum Beispiel war nach Bauarbeiten ein Zebrastreifen nicht mehr vollständig aufgemalt. Das konnten wir schnell lösen", so Wind. Wichtig ist ihnen, den Bewohnern die Scheu davor zu nehmen, sich an die Polizei zu wenden.

"Es hilft uns nichts, wenn jemand erst drei Tage später Bescheid gibt, dass er finstere Gestalten mit großen Rucksäcken in seinem Wohngebiet gesehen hat", so Hendrich. Er macht seine Arbeit von der Polizeiinspektion Am Platz aus und ist für die Einkaufsstraßen und Schönbrunn zuständig. "Ich plane auch eine Sicherheitsveranstaltung für die Geschäftsleute", so Hendrich. Dabei soll es hauptsächlich um Eigentumsschutz gehen. Wolfgang Wind sitzt in der Speisinger Straße und kümmert sich um den Rest.

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Projekt. Der Austausch mit der Polizei ist jetzt wieder da", so Bezirkschefin Silke Kobald (ÖVP). Sollte der Grätzelpolizist nicht erreichbar sein: Er ruft zurück. Erreichbar sind die beiden unter 01/31310 45 209 oder direkt in den Inspektionen.

Projekt "Gemeinsam sicher"

Das neue Konzept des Grätzelinspektors sieht vor, dass die Menschen ihre Probleme ansprechen. Partnerschaftlich soll dann eine gemeinsame Lösung gefunden werden, erklärt Landespolizeivizepräsident Karl Mahrer: "Das Konzept ist ein Kulturwandel in der Polizei." Neben der Verbrechensbekämpfung und der Vorsorge gibt es nun die Bürgerbeteiligung als drittes Standbein der Polizei."

In neun Bezirken läuft die Aktion "Gemeinsam sicher": 12, 13, 14, 16, 17, 18, 19, 22, 23. Zurzeit sind fünf Sicherheitskoordinatoren und 26 Grätzelpolizisten im Einsatz. Bis zum zweiten Quartal 2017 sollen in ganz Wien 100 Polizisten für den neuen Arbeitsbereich eingesetzt werden. Ziel ist es, dass die Barrieren zur Polizei abgebaut werden und sich die Menschen sicherer fühlen.
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