08.09.2014, 08:33 Uhr

Josef-Afritsch-Widmungstafeln: Endlich kommt Bewegung rein

Nicht sichtbar: Gerhard Schmid zeigt, wo die Tafeln im Herzen des Hörndlwaldes verwuchern.

Bezirkspolitiker mit neuer Idee für die Tafeln. Verein zeigt sich interessiert. 


Vor fast drei Jahren entdeckten einige Hietzinger auf dem Nachbargelände der Franziska-Fast-Anlage die Widmungstafeln des ehemaligen Spitzenpolitikers Josef Afritsch. Seitdem das Josef-Afritsch-Heim abgerissen wurde, versucht der Bezirk, das letzte verbliebene Erinnerungsstück der ehemaligen Kulturstätte für die Nachwelt zu sichern. Als sich die Bezirksvorstehung letztes Jahr an einige Museen, wie das Wien Museum oder Bezirksmuseum wandte, um einen geeigneten Platz für die Tafeln zu finden, lehnten diese aus Statik- und Platzgründen ab.

Neue Hoffnung

Nun lässt der Vorsitzende der SPÖ-Hietzing Gerhard Schmid mit einem neuen Vorschlag aufhorchen: „Der Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung sollte die Tafel bekommen.“
Der VGA zeigt seit fünf Jahrzehnten als geschichts- und kulturwissenschaftliches Institut mit einem großen Archiv und unikale Sammlungen an österreichischer Kulturgüter auf. Neben einer Vielzahl von Einzelstücken aus der Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung besitzt der Verein auch museale Sammlungen.

Stadt unterstützt Idee

Auch Wohnbaustadtrat Michael Ludwig befürwortet den Vorschlag, dass der VGA die Widmungstafeln übernimmt: "Das zeigt große Wertschätzung der Person gegenüber."
Der Verein selbst zeigt Interesse, weiß aber noch nicht wohin mit den Tafeln: "Im Prinzip ist der VGA natürlich interessiert. Über den Platz müssen wir uns jedoch Gedanken machen."
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