22.11.2016, 00:00 Uhr

Jugend Eine Welt: Bildung überwindet Armut

"JugendEineWelt" Mitbegründer Reinhard Heiserer (re.) mit Johanna Mühlmann und Martin Hummer vom Volontariat

Bereits seit 20 Jahren gibt die Hietzinger Hilfsorganisation "Jugend Eine Welt" Kindern eine Zukunft.

HIETZING. "Wir sind davon überzeugt, dass man Kindern und Jugendlichen am besten hilft, wenn man ihnen ein Zuhause, Sicherheit und Geborgenheit schenkt und ihnen die Möglichkeit gibt, etwas zu lernen", so Reinhard Heiserer. Er hat 1997 gemeinsam mit Gleichgesinnten "Jugend Eine Welt – Don Bosco Aktion Österreich" als Verein gegründet.

Der Verein will jungen Menschen eine Zukunftsperspektive geben. "Ich war selbst fünf Jahre lang Entwicklungshelfer in Ecuador, erlebte dort erstmals die Arbeit eines Don-Bosco-Hilfsprojektes und wusste sofort: Wir können nicht die Welt woanders verändern, ohne auch bei uns daheim aktiv zu werden." Denn Entwicklungshilfe beginne mit einer Bewusstseinsveränderung in jenen Ländern, die im Wohlstand leben. "Es geht uns auch um nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, besonders in jenen Ländern, die sonst keinerlei Unterstützung bekommen, weil sie – brutal gesagt – keine wirtschaftliche Bedeutung für uns haben." Und diese Arbeit für eine gerechtere Gesellschaft beginne eben im eigenen Land. Auf den Spuren von Don Bosco (1815–1888) und seiner schon damals fortschrittlichen Pädagogik des Vertrauens will der Verein Kindern und Jugendlichen in aller Welt und jeden Glaubens helfen.

Spenden hat viele Seiten

Die Hilfsorganisation lebt natürlich von Spenden. Doch neben den materiellen Spenden gibt es bei "Jugend Eine Welt" auch die nicht-materiellen: In knapp 20 Jahren haben 650 junge Menschen jeweils ein Jahr ihres Lebens gespendet, um dort, wo sie gebraucht werden, als Freiwillige mitzuhelfen.

"Wir bilden jedes Jahr rund 38 Volontäre bei uns aus, die dann bei den Projekten in aller Welt zum Einsatz kommen", sagt Heiserer. Das sei alles andere als ein "Ego-Trip" der Teilnehmer, sondern eine andere Art, zu spenden: Lebenszeit, Energie, Überzeugungskraft und den Wille, einen Beitrag zu leisten, damit wir alle ein Stück zusammenrücken. "Deshalb ist unser Name ja auch "Jugend EINE Welt".

Projekte in 90 Ländern

Die Hilfsorganisation hat Don-Bosco-Partner in mehr als 90 Ländern. Hunderttausende Kinder bekommen so die Chance auf eine bessere Zukunft. Das Netzwerk in den Ländern Asiens, Afrikas, Lateinamerikas und Osteuropas möchte einen aktiven Beitrag leisten. "Weltweit lebt nahezu eine Milliarde Kinder in Armut. Sie haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Es fehlt an Nahrung, sie können nicht zur Schule gehen, arbeiten oder leben auf der Straße", so Heiserer. Unterstützt werden sie mit Straßenkinderprogrammen, Berufsbildungszentren, Sozialeinrichtungen und Schulen vor Ort. Nur so können Spendengelder zielgerichtet eingesetzt werden. Infos: www.jugendeinewelt.at
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