27.03.2017, 08:59 Uhr

Libgart Schwarz: "Kunst soll harmonisch und beglückend sein"

Die Schauspilerin Libgart Schwarz lädt zu einer wortreichen Reise ins Alte China. (Foto: Ruth Ehrmann)

Am 4. April macht Libgart Schwarz auf ihrer Lesereise durch das alte China auf der Wieden halt. Wir baten die Schauspielerin zum Interview.

Sie touren mit ihrer Lesung "In Worten durch das Alte China reisen" anlässlich des Auftritts der Shen Yun Performing Arts im Burgtheater am 5. und 6. Mai durch die Bezirke. Woher kommt Ihre Faszination für das Alte China?
LIBGART SCHWARZ:
Ich kam das erste Mal damit in Berührung, als ich vor Jahren in Frankfurt eine Performance der Shen Yun gesehen habe. Vor zehn Jahren wurde diese Schule in New York gegründet, um das traditionelle China weiterzuführen. Es wird dort Tanz, Musik und chinesische Kultur gelehrt. Der Auftritt hat mich berührt.

Was genau hat Sie so berührt?
Ich bin Schauspielerin und ein Schauspieler stellt sich lebenslang die Frage, wie er Menschen erreichen kann und was eigentlich Kunst ist. Ich habe mich immer gefragt: `Was sehen die Leute, wenn ich etwas so oder anders mache´. Die Shen Yun hingegen tragen ganz selbstverständlich ihr Anliegen vor. Man kann ein wirkliches Anliegen fühlen.

Um welches Anliegen handelt es sich konkret?
Die traditionelle Kultur wachzuhalten. Ich spüre das und fühle mich dadurch in meinem eigenen Kunstverständnis bestärkt.

Wie sieht Ihr Kunstverständnis aus?
Die Tendenz ist heute stark, dem Publikum alles ganz brutal auf das Auge zu drücken - im Glauben, man merkt sonst nicht, dass es Kunst ist. Dem gegenüber steht die chinesische Tradition, in der Kunst beglückend sein soll und in der Harmonie herrscht.

Das moderne China fasziniert Sie nicht?
Nein. Kennen Sie die Situation in China? Das neue China ist nicht interessant.

Wie lange haben Sie gebraucht, ihre Lesung zusammenzustellen?
Es war nicht leicht, alte Geschichten zu finden, die nicht nur für mich, sondern auch für die Zuhörer interessant sind.

Wie alt sind die Texte, die Sie vortragen?
Wann sie genau geschrieben wurden, kann ich nicht sagen. Aber eine Geschichte erzählt die Legende der Entstehung der Welt, eine andere handelt von einem Kaiser, der 2100 vor Christi lebte. Auch Texte von Konfuzius sind dabei.

Zur Person

Libgart Schwarz wurde 1941 in Sankt Veit an der Glan geboren. Die Schauspielerin, die mit dem Schriftsteller Peter Handke verheiratet war, spielte an den ersten Bühnen im deutschsprachigen Raum, darunter auch im Burgtheater. Zwar fokussierte sich Schwarz stets auf das Theater, doch auch in einigen Filmen, wie etwa in Wim Wenders "Summer in the City" ist sie zu sehen. Schwarz lebt heute in Wien-Hietzing.

Zur Sache

Auf der Wieden liest Schwarz am Dienstag, den 4. April um 18 im Festsaal der Bezirksvorstehung in der Favoritenstraße 18. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter 0664/266 93 74 oder office@arscara.at nötig.

Die Lesung "In Worten durch das Alte China reisen" findet in folgenden Bezirken statt:
Mo, 27. März um 19 Uhr, Bezirksmuseum Josefstadt - Festsaal, Schmidgasse 18, 1080 Wien
Mi, 29. März, 15 Uhr, Bücherei Philadelphiabrücke, 1120 Meidlinger Hauptstraße 73 Dienstag,
4. April, 18 Uhr, Bezirksvorstehung Wieden – Festsaal, Favoritenstr. 18, 1040 Wien
Di, 18. April um 18:00 Uhr, Parkhotel Schönbrunn - Café, Hietzinger Hauptstr. 10 -14, 1130 Wien
Mi, 19. April um 18 Uhr, Bank Austria Salon im Alten Rathaus - Barocksaal, Wipplingerstraße 8, 1010 Wien
So, 23. April, 14 Uhr, Thalia, Landstraßer Hauptstraße 2a/2b, 1030 Wien
Mo, 24. April, 18:30 Uhr, Bezirksmuseum Leopoldstadt, Karmelitergasse 9, 1020 Wien
Do, 27. April, 19 Uhr, Das Theater-L.E.O., Ungargasse 18, 1030 Wien
Di, 2.Mai, 18 Uhr, Novomatic Forum – Café Luigi‘s, Friedrichstrasse 7, 1010 Wien

Dauer 45 Minuten – Freier Eintritt
Platzreservierung erforderlich unter: 0664 266 93 74 oder office@arscara.at
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