08.08.2017, 15:36 Uhr

Ober St. Veit: Neues Pflegeheim statt Kloster

Der Therapiegarten soll leicht zugänglich sein – auch für Bewohner, die nicht mehr gut zu Fuß sind. (Foto: Salvi Weber Architekten, Miss3)

Das St.-Josefsheim-Kloster ist Geschichte: Ab 2019 sollen hier 132 betagte Herrschaften gepflegt werden.

HIETZING. Ein neues Pflegeheim entsteht in Ober St. Veit. Bis Ende August läuft noch der Abbruch des alten Gebäudes. Damit verschwindet das ehemalige St. Josefsheim inklusive der Klosterkirche. Die Franziskanerinnen von der christlichen Liebe investieren in eine moderne Pflegeeinrichtung, denn die Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wären nur mit großen Schwierigkeiten den heutigen Standards anzupassen gewesen. Einen Termin für den offiziellen Spatenstich gibt es noch nicht. Der Grund dafür: Erst nach der Bauverhandlung wird feststehen, ob sich der Ablaufplan des Projektes einhalten lassen wird.

"Sollte die Bauverhandlung keine unvorhergesehenen Auflagen mit sich bringen, kann mit der Errichtung der Baustelle im Herbst begonnen werden", heißt es von den Franziskanerinnen. Der erste von vier Gebäudeteilen soll im Rohbau noch in diesem Jahr stehen. Die Fertigstellung des neuen Pflegewohnhaues ist für Herbst 2019 projektiert.

Neue Wohngemeinschaften

132 Einzelbetten auf rund 6.500 Quadratmetern werden hier in unmittelbarer Nähe zum Gemeindeberg errichtet. Vorgesehen sind Wohngemeinschaften für 12 bis 14 Bewohner. Das Ziel ist es, auch stark eingeschränkten Personen mehr Selbstständigkeit zu bieten. Auch ein Therapiegarten wird errichtet. Ordinationen für Fachärzte sollen ebenfalls gebaut werden, die dann auch die medizinische Versorgung im ganzen Grätzel verbessern sollen. Übrigens: Es ist auch ein für alle zugängliches Kaffeehaus geplant.

Ohne Einschränkungen

Im beschaulichen Ober St. Veit müssen die Anrainer aktuell mit dem Lärm des Abrisses leben. Ein Trostpflaster: Aus derzeitiger Sicht soll es laut Bauträger keine Einschränkungen für den Verkehr im Grätzel geben. Die Baustelle befindet sich auf dem Gelände des neuen Pflegewohnhauses. "Das Zu- und Abfahren von Lastwägen wird keine Behinderungen verursachen", so Pressesprecher Michael Kowanz-Eichberger.
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