Geist(er)reich im Theater Westliches Weinviertel

„Gute Geister“ heißt das neueste Stück im Guntersdorfer tww.
Vor der gut besuchten Premiere am 20. Mai gab es eine Vernissage mit Bildern von Christine Cermak-Krapfenbauer, die sich zum Teil auch mit dem Stück befassten. Sehr gelungene Mischtechniken, die erfreuen durch spannende Darstellung eines „Mittendrin“seins von Zuschauern sowohl im Theater, als generell im Leben.
Zum Theaterstück von Pam Valentine:
Das auch mitten im Leben sich befunden habende Paar Jack und Susie Cameron war bei einem Unfall verstorben und da ihm die Aufnahme in den Himmelt verwehrt worden war, spukt es nun in seinem eigenen Haus, das an ein junges Paar vermietet wird.
Das Publikum kann – zum Unterschied zu den anderen Schauspielern auf der Bühne – das Sprechen und Agieren der beiden „Geister“ beobachten und hören. Viele höchst amüsante Dialoge, aber auch eine subtile Tiefe, die uns (ohne den erhobenen Zeigefinger zu bemühen) an die Notwendigkeit gemahnt, zu bedenken, dass unser Leben kurz ist und wir es nicht mit unnötigen Streitereien und Querelen vergeuden sollten.
Andrea Nitsche und Thomas Bauer als Geister des verstorbenen Ehepaares zeigen uns überzeugend was alles nicht mehr möglich ist im neuen Seinszustand. Essen, küssen, schlafen... Gegen die anfängliche Absicht, es den zwei jungen Leuten mit ihren Möglichkeiten möglichst ungemütlich zu machen, gewinnen sie die beiden lieb.
Andreas Seidl und Beate Gramer, das liebenswerte junge Pärchen, sehr verliebt, kämpft mit den Schwierigkeiten, die eine Familiengründung mit sich bringt - Franz Haller als Makler, zwischen dem Wunsch möglichst viel Geld für die Vermietung des Objektes zu bekommen und der Einsicht, dass das– ob der unerklärlichen Geschehnisse – wohl nicht möglich sein würde.
Skurill, um den vor Jahren verstorbenen Ehemann trauernd, Friederike Haas, ist die strenge Mutter der jungen schwangeren Ehefrau, unzufrieden mit deren Wahl eines mittellosen Ehemannes, der mit dem Versuch ein erfolgreicher Schriftsteller zu werden kaum vorwärtskommt.
Lilli Wohlmann erfrischt auf köstliche Weise in der herrlich komischen Rolle als Schutzengel.
Das Premierenpublikum honorierte das sehr gelungene Stück, das von Regisseur Peter Hochegger inszeniert wurde, mit anhaltendem Applaus.
Weitere Möglichkeiten diese famose Vorstellung zu besuchen sind:
Sa. 27. Mai, 20 Uhr; So. 28. Mail 18 Uhr sowie im Juni:
Fr. 9., 20 Uhr, Sa. 10., 20 Uhr, So. 11., 18 Uhr
Fr. 16., 20 Uhr, Sa. 17., 20 Uhr, So. 18., 18 Uhr
Fr. 23., 20 Uhr, Sa. 24., 20 Uhr

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