Anrainerin bestürzt
Abholzung beim Göllersbach verhindert (mit Umfrage und Video)

Anrainerin Grazyna Millard verhinderte mit Grünen-Gemeinderat Peter Loy schlimmeres entlang der Bachpromenade.
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Durch das Einschreiten einer beherzten Anrainerin gemeinsam mit dem Grüne Gemeinderat Peter Loy konnten weitere Baumfällungen in der Bachpromenade in Hollabrunn verhindert werden.

Soll das Bachbett von Bäumen und Sträuchern freigehalten werden?

HOLLABRUNN. Die Vegetation beginnt, Bäume sprießen und auch die Tierwelt erwacht nach dem Winter zum Leben. Und gerade jetzt werden Abholzungen entlang des Göllersbaches in der Hollabrunner Bachpromenade vollzogen. Das stieß auf enormes Unverständnis einer Anrainerin, die den Grüne-Gemeinderat Peter Loy verständigte. Gemeinsam konnten sie die Abholzung stoppen. "Zu der Jahreszeit ist eine Abholzung ein Wahnsinn. Sowohl Fauna als auch Flora beginnt zu vegetieren. Wenn so etwas schon erforderlich ist, dann wäre es besser im Herbst", ärgert sich Peter Loy über die Vorgehensweise und betonte, dass die ausführenden Arbeiter sehr verständnisvoll reagierten und die Gesprächsbasis mit ihrem Vorgesetzten herstellten.

Hochwasser kein Grund

Dass abgeholzt wird, um ein Hochwasser zu verhindern zählt für die Anrainerin Grazyna Millard nicht: "Ich war schon einmal von Hochwasser betroffen und gerade dabei haben Bäume schlimmeres verhindert. Zudem schützen diese Bäume entlang des Bachbettes das Gewässer vor Austrocknung. Jeder Baum ist es Wert, geschützt zu werden." Loy kann sich an ein letztes Hochwasser vor etwa 50 Jahren erinnern, als das Wasser sogar am Hauptplatz Hollabrunn zehn Zentimeter hoch stand und sogar Kühe und Schweine mitgeschwemmt wurden, doch seitdem war nichts mehr in diesem Bereich.

Unsachgemäß geschnitten

Aufgrund von Wetterereignissen wie etwa dem Eisregen im Februar brachen auch entlang des Göllersbaches einige Äste ab. Hier macht es natürlich Sinn, diese zu entfernen um die Staugefahr durch Schwemmgut zu verhindern. "Es wurden nicht nur die abgebrochenen Äste entfernt sondern ganze Bäume vom Stamm her abgeschnitten. Weiters wurden Sträucher sehr unsachgemäß geschnitten. Ein zu rigoroser Schnitt tötet die Pflanze", hat die Anrainerin beobachtet.

Zuständigkeit schwierig

Wer für diese "Tat" zuständig war, ließ sich für die Bezirksblätter nur durch mühsame Recherche herausfinden. Zuerst hieß es der Göllersbach Wasserverband, dann wieder die Gemeinde, die wiederum die Verantwortung an den Wasserverband schob. Die erste Auskunft holten wir vom Stadtwerkeleiter der Stadtgemeinde Hollabrunn Thomas Bauer ein: "Abgestorbene Bäume liegen quer im Bach, meldete mir ein Anrainer, worauf ich dies dem Wasserverband weiterleitete." Norbert Knopf von der Abteilung Wasserbau im Land NÖ erklärte dann die Sachlage wie folgt: "Der Wasserverband hat die Erhaltungspflicht. Im Bescheid, der schon 30 Jahre alt ist, ist kein Bewuchs im Göllersbach vorgesehen, deshalb müssten wir hier ziemlich alles wegschneiden. Dennoch versuchen wir, was ökologisch Sinn macht, stehen zu lassen. Wenn allerdings Hochwasser auftreten würde, könnten wir dafür belangt werden. Das ist ein zweischneidiges Schwert." Knopf erklärte zudem, dass nur Totholz entfernt wurde und keine weitere Abholzung erfolgen wird.

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