Serie "Steig ein" Teil 4 KW 22
E-Scooter weg vom Gehsteig

Stadtrat Wolfgang Scharinger erledigt viele Wege mit seinem Elektrofahrrad.
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Mit E-Scooter, Roller oder Hoverboard legt man bequem und rasch kurze Strecken zurück.

BEZIRK (ag). Wie Schwammerl wachsen mancherorts die E-Scooter aus dem Boden. Erst war es nahezu eine Sensation, doch mittlerweile gibt es sie schon vermehrt. Prinzipiell erlebt ja derzeit alles Elektrische einen Boom, ob es jetzt  E-Scooter, Fahrräder oder Roller sind, aber auch so genannte Hoverboards, wo es vor allem auch auf die Balance ankommt.

Babinsky mit E-Scooter und E-Roller

Seit kurzem fährt auch Vizebürgermeister und Elektrogeschäftsinhaber Alfred Babinsky  mit einem E-Scooter und erledigt kurze Strecken damit: "Ich bin ein Fan davon. Bedroht gefühlt habe ich mich noch nie, aber das liegt auch am geringen Verkehrsaufkommen in Hollabrunn. In Wien herrschen sicher andere Zustände." In seinem Betrieb hat er weiters auch einen E-Roller, womit seine Mitarbeiter kurze Wege, etwa zur Bank oder Post erledigen.

Radwegenetz

Im Gemeindegebiet Hollabrunn gibt es zahlreiche Radrouten. Im Stadtgebiet selbst gibt es nur wenige gekennzeichnete Radwege, wie etwa in der Wienerstraße und am Mühlenring. "Bei künftigen Straßenbauprojekten berücksichtigen wir die Schaffung von Radwegen. Bei bestehenden Straßen bringen wir meist eine eigene Fahrradspur nicht unter", erklärte Vizebürgermeister Alfred Babinsky.

Fehlende Umsetzung des Radverkehrskonzept

Grüne-Landtagsabgeordneter Georg Ecker kritisiert die fehlende Umsetzung des Radverkehrskonzept, das bereits 2008 erfolgen hätte müssen: "Wir brauchen mehr Fahrradstreifen für mehr Sicherheit – vor allem für Kinder. Es fehlen aber auch Überlandverbindungen. In Dänemark gibt es neben jeder größeren Straße einen Radweg – das erhöht die Sicherheit massiv und lädt zum Umstieg aufs Rad im Alltag ein. Ganz zu schweigen vom touristischen Nutzen, den diese Radwege hätten."

2000 Kilometer Radwege im Weinviertel

Im Weinviertel selbst gibt es 2.000 Kilometer Radwege. „Das Weinviertel ist sehr gut abgedeckt, es gibt genügend Radständer und e-Ladestationen. Auch viele Gemeinden haben schon Ladestationen installiert. Man muss natürlich sein eigenes Ladekabel mithaben, dann steht dem Radausflug nichts mehr im Wege. Auch die E-Bike-Verleihstruktur wird immer besser", so Dominik Hiller vom Weinviertel Tourismus.
Elektrisch unterwegs ist auch Stadtrat von Hollabrunn Wolfgang Scharinger mit seinem E-Bike. "Viele Wege in und um Hollabrunn erledige ich sehr gerne mit meinem E-Rad.  Damit bin ich schon seit 10 Jahren unterwegs und war einer der ersten", so Scharinger.

Höchste Elektromopeddichte in Hollabrunn

Österreichweit hat der Bezirk Hollabrunn mit 41 Prozent der Zulassungen die höchste Elektromopeddichte pro Kopf. Maßgeblich dazu beigetragen hat Martin Stierböck mit seinem Geschäft in der Hollabrunner Fußgängerzone. Er bietet alles an was elektrisch ist und der Mobilität dient, vom Kinderroller bis zum Seniorenmobil. "Diese Fahrzeuge haben keine Emission, sind fast wartungsfrei, die laufenden Kosten halten sich bei 100 Kilometer bei unter 40 Cent sehr gering und verursachen keine Parkplatzprobleme", so Stierböck, dessen Bestseller derzeit die E-Mopedfahrräder sind, die das beste aus beiden Welten vereint. Beim Besuch der Bezirksblätter kam auch der treue Kunde - der praktische Arzt Helmut Pairleitner - ins Geschäft, der schon sehnsüchtig auf seine E-Motocrossmaschine wartet: "Die E-Fahrzeuge sind leise, machen keine öligen Flecken und keinen Gestank, haben besseres Drehmoment und machen unglaublich Spaß. Mit meinem E-Scooter decke ich den Nahverkehr ab und ist auch in jedem Urlaub mit dabei."

Sehr gerne kurvt auch Rudi Kainrath vom gleichnamigen Autohaus mit den  Scootern durch die Gegend: "Besonders der mit den dicken Reifen gefällt mir sehr! Ich nutze ihn sehr gerne für kurze Strecken."

Zur Sache:

E-Bikes: dürfen eine Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h haben, müssen auf der Straße fahren, Förderung in der Stadt Hollabrunn mit 50 Euro.
E-Roller: müssen auf der Straße fahren, sind gleichzusetzen mit einem Moped, brauchen ein Kennzeichen, Förderung in der Stadt Hollabrunn mit 75 Euro.
E-Scooter: sind gleichzusetzen mit einem Fahrrad, max. 25 km/h Bauartgeschwindigkeit bzw. 600 Watt, nur mehr auf der Straße bzw. Radweg zu fahren, von Gehsteigen verbannt, ab 12 Jahre, Handzeichen beim Abbiegen, Ausrüstung wie ein Fahrrad

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