Hollabrunn hisst die Fahne
Fahne zur Aktion "16 Tage gegen Gewalt" gehisst

Bürgermeister Alfred Babinsky, Barbara Murero-Holzbauer (Geschäftsführerin von Frauen für Frauen) und SPÖ-Frauenvorsitzende Elke Stifter.
  • Bürgermeister Alfred Babinsky, Barbara Murero-Holzbauer (Geschäftsführerin von Frauen für Frauen) und SPÖ-Frauenvorsitzende Elke Stifter.
  • Foto: Alexandra Goll
  • hochgeladen von Alexandra Goll

Der Aktionszeitraum vom 25.11. bis 10.12., soll jährlich auf die (sexualisierte) Gewalt an Frauen und Mädchen hinweisen und darf auch 2020 – dem Jahr, in dem Covid-19 alles überschattet – nicht vergessen werden. Bereits seit 1992 nimmt auch Österreich an der weltweiten Kampagne „16 Tage gegen Gewalt“ teil.

HOLLABRUNN. Seit mehr als einem halben Jahr sind wir alle von den Einschränkungen durch Covid-19 schwer betroffen, doch ganz besonders sind es die Frauen, welche die Folgen der Pandemie zu spüren bekommen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Frauen seit dem Lockdown vermehrt von häuslicher Gewalt betroffen sind, dass die Situation oft eskaliert, wenn es räumlich in der Familie eng wird.

Gewalt hat viele Formen

Nicht nur häusliche Gewalt und Bedrohungen sind das Thema, sondern Gewalt kann viele Formen annehmen und Frauen und Mädchen jeden Alters betreffen, egal welcher wirtschaftlichen Schicht sie angehören oder zu welcher Religion sie sich bekennen.
Ob es um überbordende Kontrolle durch den Partner, um Körperverletzung oder im schlimmsten Fall um Mord geht (im überwiegenden Teil der Fälle – rund 95% – geht die Gewalt von Männern aus), Frauen und Mädchen müssen bei Gewalterfahrungen immer die Möglichkeit haben, rasch und kostenlos Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen zu können.

Schutzeinrichtungen

Dafür stehen gemeinsam mit den Schutzeinrichtungen, wie Frauenhäuser, Gewaltschutzzentren, Frauen-Helplines, etc., gleichermaßen die Frauenberatungseinrichtungen vor Ort zur Verfügung.
Frauen für Frauen ist die erste Anlaufstelle für von Gewalt betroffene Frauen in der Region Hollabrunn, Mistelbach und Stockerau. Oft kommen Frauen zuerst einmal mit Schwierigkeiten bei der Jobsuche, gesundheitlichen Problemen usw. in die Beratung, doch im Laufe des Beratungsprozessen finden sie den Mut, erstmals über ihre Erfahrungen mit Gewalt zu sprechen. Scham und Angst hält sie häufig davon ab, die gewaltvolle Beziehung zu verlassen, oft ist es auch die fehlende wirtschaftliche Unabhängigkeit oder die Kinder, die einen Ausstieg aus ihrer Situation unmöglich erscheinen lassen.

Anonyme, kostenlose und kompetente Beratung

Durch die anonyme, kostenlose und kompetente Beratung können sich gewaltbetroffene Frauen sicher fühlen und über Erlebtes sprechen. Gemeinsam mit den Beraterinnen wird eine Lösungsstrategie erarbeitet, die den Frauen ein sicheres Verlassen der Beziehung ermöglichen kann, natürlich in Kooperation mit den spezifischen Einrichtungen vor Ort.
Frauen, die Hilfe in einem Prozess gegen den Gewalttäter oder bei den dazu notwendigen Behördengängen benötigen, können im Rahmen der Prozessbegleitung ebenfalls ein kostenloses Angebot von Frauen für Frauen in Anspruch nehmen.
Am 25.11.2020 (Tag gegen Gewalt an Frauen) hissen wir gemeinsam mit Bürgermeister Ing. Babinsky, dieses Mal aufgrund der notwendigen Corona-Bestimmungen bedauerlicherweise ohne weitere Kooperationspartner*innen aus der Region die blaue Fahne, die bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, Bewusstsein schaffen soll. Gleichzeitig präsentieren wir auf Facebook zw. 25.11. und 10.12. Kurzfilme mit dem Titel „16 Tage – 16 Fragen“, die das Thema „Gewalt“ näher beleuchten.
Mehr Information zu den Angeboten finden Sie unter:
Frauen für Frauen


Infos zum Thema Gewalt

  • Betretungsverbote Österreich 2019: 8.748
  • davon in Niederösterreich. 1.506
  • 19.943 Opfer familiärer Gewalt wurden von Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen betreut
  • 83 % der Opfer waren Frauen und Mädchen
  • 90 % der GefährderInnen waren männlich

Quelle: Statistik der Gewaltschutzzentren / Wiener Interventionsstelle

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