Gericht: Ka Göd-Trotzdem Musi

Manfred Hohenecker entschied diese Strafsache als Einzelrichter.
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ZELLERNDORF/KORNEUBURG (mr). Eine im Gemeindegebiet von Zellerndorf wohnhafte Frau (36) musste sich letzte Woche vor dem Landesgericht Korneuburg wegen des Vergehens des schweren und gewerbsmäßigen Betruges verantworten.Die Staatsanwaltschaft Korneuburg legte ihr zur Last, trotz zahlreicher ab 2011 anhängiger Exekutionsverfahren im Internet munter Waren und Dienstleistungen bestellt, aber nicht bezahlt zu haben. Eine Katze hielt sich die Frau zwar, die Behandlungskosten zahlte sie der Tierärztin nicht.
"Ich fliege auch gerne im Herbst an warme Gestade" hielt ihr der Richter zu einer nicht bezahlten Flugreise im Betrag von rund 1.300 Euro vor "aber wenn ich kein Geld habe, dann muss ich eben zu Hause bleiben".
Die bislang gerichtlich unbescholtene Angeklagte zeigte sich vor Gericht voll geständig und beteuerte Besserung. "Jetzt habe ich einen festen Job in der Gastronomie und meine Verbindlichkeiten wurden in einem Schuldenregulierungsverfahren geregelt" - so ihre Aussage.
"Ich will Ihren Vorsätzen keine Steine in den Weg legen" meinte der Richter und verurteilte die Frau zu drei Monaten auf Bewährung, die in einem Leumundszeugnis nicht aufscheinen.

Manfred Hohenecker entschied diese Strafsache als Einzelrichter.
Angeklagte (36) übt jetzt Broterwerb als Kellnerin aus.

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