Schöngraberner Wirtshaus
Grabernwirt vor dem Aus

Andreas Fehringer kocht hervorragend, aber die laufenden Kosten decken sich nicht mit den Einnahmen.
  • Andreas Fehringer kocht hervorragend, aber die laufenden Kosten decken sich nicht mit den Einnahmen.
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Top Essen, dennoch reicht das Geld nicht aus.

SCHÖNGRABERN (ag). "Die Schöngraberner drehen den eigenen Wirt ham", ist Andreas Fehringer beinahe am Ende seines Betriebes. Nur rund drei Prozent der Ortsbevölkerung kommen in sein Lokal. Als er im Mai 2018 das Gasthaus übernahm, war er zuversichtlich, mit neuen Ideen, wie rustikale, vegane und vegetarische Küche, ein tolles Angebot anbieten zu können.

Kosten werden mehr

Doch die Kosten schnellten hinauf und die versprochene Unterstützung von der Gemeinde blieb aus. "Die Gemeinde meinte, in den Umbau eines Saales und in die Kücheneinrichtung investieren zu wollen und alle Reparaturen führte ich selbst durch oder bezahlte sie aus der eigenen Kassa", fühlt sich Fehringer gemobbt.

Pacht erlassen

Wir konfrontierten mit dieser Anschuldigung Bürgermeister von Grabern Herbert Leeb: "Der Pächter sollte sich vielleicht erinnern, dass wir ihm Pachtbeträge erlassen haben, ihn bei der Konkursabwicklung unterstützt haben und ihm die zahlreiche Veranstaltungen in sein Lokal gebracht haben. Wir sprachen immer eine offene Sprache, auch dass wir seit einigen Monaten einen neuen Pächter suchen. Er hat solange die Möglichkeit, sich zu beweisen und den Betrieb wirtschaftlich zu führen." Und genau das dürfte erneut das Problem sein, denn 16.000 Euro ist Fehringer Krankenkassa, Finanzamt, sowie für Gas und Strom schuldig. Einiges hat Fehringer investiert, wie etwa einige Geräte in der Küche.

Es wird eng

Die laufenden Personalkosten decken sich nicht mit den Einnahmen. "Schön langsam wird's eng", so der Betreiber, der ursprünglich aus der Gastronomie kommt.
Abschließend meinte Bürgermeister Herbert Leeb: "Eines muss man ihm lassen, das Essen ist hervorragend. Darüber lass ich nichts kommen."

Gemeinde kaufte Gebäude

Das Gebäude des Lokals steht im Besitz der Gemeinde. Damit schuf man sich alle Möglichkeiten für die Zukunft. Leeb sprach hier von mehreren Varianten: "Es kann sein, dass es ein Lokal bleibt, aber auch der Platz für die Errichtung eines Kreisverkehrs für die Anbindung an die neue S 3 in einigen Jahren verwendet wird."

Autor:

Alexandra Goll aus Hollabrunn

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