Wegen niedrigem Wildbestand gibt es heuer nur vereinzelt Treibjagden.
Heuer fast keine Treibjagden

BEZIRK (ag). Bisher wurden jedes Jahr im Bezirk Hollabrunn zahlreiche Treibjagden veranstaltet. Anders aber seit zwei Jahren, denn aufgrund des niedrigen Bestandes an Niederwild ist laut Bezirksjägermeister Karl Wittmann eine Regulierung nicht notwendig: „Da wir letztes Jahr keine Treibjagd veranstalteten, werden wir heuer schon eine machen, allerdings eher um zu schauen, was alles da ist!“ Die Ursache des niedrigen Bestands sieht Wittmann in der Reduktion des Lebensraumes des Niederwildes und am Gebrauch großer landwirtschaftlicher Maschinen, die massiv Wild vernichten.Dieses Thema polarisiert die Bevölkerung. „Für mich ist es keine Tradition, sondern der Inbegriff der Schießwut“, ärgert sich eine tierliebende Dame aus der Region Haugsdorf. Sie berichtete uns von einer Begebenheit: „Nach einer Treibjagd vor vielen Jahren befanden sich die toten Hasen und Fasane aufgehängt auf einem Traktoranhänger in einem Schuppen. Die Jäger tranken bis zum Abwinken und als sie am nächsten Morgen wiederkamen, waren nur mehr wenige erlegte Tiere am Anhänger. Es dürfte sich ein Fuchs oder dergleichen die erlegten Tiere geholt haben!“ Von Kritik aus der Bevölkerung weiß Wittmann nichts. Auch Jagdleiter von Raschala, Wolfsbrunn und Oberfellabrunn Franz Satzinger sen. wird heuer keine Treibjagd, sondern einen Wildschwein-Riegler organisieren. „Wildschweine gibt es viele und die müssen wir regulieren“, so Satzinger.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen