Tierhasser in Hollabrunn unterwegs
Hund schon zwei Mal vergiftet

Sehr tapfer nahm Oskar die Behandlung in der Hollabrunner Tierklinik hin.
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  • Sehr tapfer nahm Oskar die Behandlung in der Hollabrunner Tierklinik hin.
  • Foto: Privat
  • hochgeladen von Alexandra Goll

Ein süßer, junger und aufgeweckter Hund und plötzlich dem Tod so nah. Schon zwei Mal sprang der Labrador-Rüde Oskar gerade noch ins Leben zurück.

HOLLABRUNN. Oskar ist ein neun Monate alter Labrador-Rüde und wie junge Hunde so sind, saugt er alles mehr oder weniger Fressbare, das er findet, auf. Das wurde ihm nun zum Verhängnis. Er begann zu erbrechen und seine Besitzer fanden "komische Fleischbröckel" darin. "Wir geben Oskar nur Hundefutter, keinen Schinken und nichts vom Tisch, da achte ich besonders drauf", erklärte die Besitzerin gegenüber den Bezirksblättern.

Hund fiel um

Nach der Gassirunde in den späteren Abendstunden fiel er dann plötzlich um und wirkte fast leblos. "Wir schnappten ihn und fuhren im Pyjama in die Tierklinik. Dort wurde er sofort auf die Intensivstation gebracht und sie machten uns wenig Hoffnung. Wir hatten so Angst um ihn, ist er doch so ein entzückender Hund", sitzt der Schock noch immer tief. Doch er schaffte es zurück ins Leben und am nächsten Tag durfte Oskar wieder nach Hause. Diesen Vorfall meldete die Hollabrunner Familie auch der Polizei.

Polizei ist informiert

Sehr vorsichtig sind sie seitdem, gehen mit Oskar nur mehr auf betonierten Wegen, um rechtzeitig eventuelle Giftköder zu sehen. Leider kam es wieder zu einem Vergiftungsvorfall und der Hund erbrach erneut. "Wir haben Schinkenstückerl mit roten Tupfen gefunden und gleich eingesammelt, um es untersuchen zu lassen", ist die Besitzerin entsetzt. Wieder in die Tierklinik und zum Glück kam die rettende Medikation rechtzeitig. Dieses Mal sahen die Besitzer im nahegelegenen Park einen verdächtigen Mann, der mit Handschuhen angeblich Müll aufsammelte. Auch das meldeten sie der Polizei, bisher leider ergebnislos.

"Ich vermute jetzt sogar, dass uns jemand Giftköder über den Zaun in den Garten geworfen hat. Aber warum, wir haben nette Nachbarn, unser Hund bellt so gut wie nie und wir sind auch mit niemandem im Streit", sind die Besitzer von Oskar nur mehr mit Beißkorb unterwegs und lassen ihn nicht unbeaufsichtigt im Garten. Laut Tierklinik könne man aus Erbrochenem nicht herausfinden, welches Gift hier verwendet wurde.

Ratte im Plantschi

Ein weiterer Vorfall versetzte die Familie noch einmal in Angst und Schrecken. Im Garten stellten sie für Oskar einen Hundepool auf mit etwa 10 Zentimeter Wasser drinnen. Eines Morgens befand sich eine tote Ratte drinnen: "Die kann unmöglich ertrunken sein, da will uns jemand ganz gewaltig schrecken".

Vorfälle auch in Schöngrabern

Vorfälle dieser Art traten vor kurzem auch in Schöngrabern auf, leider mit einem nicht so gutem Ausgang. Zwei Hunde starben an den Vergiftungen. Bei den Besitzern sitzt die Trauer noch so tief, dass sie gegenüber den Bezirksblättern nicht näher darauf eingehen wollten - natürlich völlig verständlich.

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