Mehr Unfälle durch Alko-Lenker

Major Eduard Widhalm vom Bezirkspolizeikommando berichtet über einen Anstieg der Unfälle durch Alkolenker um 35 Prozent.           Fotos: Archiv
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  • Major Eduard Widhalm vom Bezirkspolizeikommando berichtet über einen Anstieg der Unfälle durch Alkolenker um 35 Prozent. Fotos: Archiv
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BEZIRK (ae). Landesweit gab es im Vorjahr 7.244 Verkehrsunfälle, was eine Steigerung gegenüber 2015 von 1,1 Prozent bedeutet. Bei den Unfällen, bei denen Alkohol im Spiel war, stieg die Zahl im Vorjahr um 3,5 Prozent auf 499.

Alko-Unfälle über Landesschnitt

Während im Bezirk die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle seit Jahren etwa gleich bleibt – 2013 waren es 237, im Jahr 2016 239, stieg die Zahl der Alko-Lenker, die einen Unfall verursachten, weit über den Landesdurchschnitt an, nämlich von 14 Unfällen im Jahr 2015 auf 19 im Vorjahr, was eine Steigerung von 35% ergibt. Unklar ist aber, wie viele davon „importiert“ wurden, weil in der Statistik die B 303 (Weinviertler Schnellstraße) von Göllersdorf bis Suttenbrunn nicht extra ausgewiesen wird, dort aber hauptsächlich Lenker aus anderen Teilen des Landes und aus dem Ausland unterwegs sind, erklärte dazu Bezirkspolizeikommandant-Stv. Major Eduard Widhalm.

Neue Entwicklung

„Diese Steigerung trifft sicher nicht nur das normale Straßennetz des Bezirks.“ Widhalm sieht bei den Alkolenkern im Bezirk in den letzten Jahren überhaupt eher eine neue Entwicklung, die er auf regelmäßige Alkohol-Kontrollen und Schwerpunktaktionen, zum Beispiel bei Clubbings, zurückführt. „Im Gegensatz zur oft geäußerten Meinung sind kaum noch junge Lenker zwischen 17 und 25 in Alko-Unfälle verwickelt oder werden bei Kontrollen erwischt. Bei Clubbings und anderen Großveranstaltungen bleibt da immer einer in der Gruppe nüchtern und bringt die anderen nach Hause. Am häufigsten sind es Männer zwischen 30 und 60 Jahren, die zu viel getrunken haben und dann trotzdem noch fahren.“

Bisher nur ein Verkehrstoter

Bei der Zahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen liegt der Bezirk mit 308 im Vorjahr im Landesschnitt. Schwankend ist die Anzahl der bei einem Unfall getöteten. Während sie von 2013 bis 2015 von neun auf zwei Personen zurückging, stieg sie im Vorjahr wieder auf fünf Personen an. „Heuer gab es bisher nur einen Toten, und wir hoffen, dass die Tendenz so bleibt“, sagt Major Widhalm. Der einzige Verkehrstote starb letzte Woche bei einem bisher ungeklärten Unfall zwischen Zellerndorf und Deinzendorf.

Zur Sache:
Laut dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ) steigt schon bei 0,5 Promille Alkohol im Blut das Unfallrisiko auf das Doppelte, bei einem Promille schon auf das Siebenfache. Schon bei einem Wert von 0,3 Promille, der vom Gesetz noch toleriert wird, verschlechtert sich die Reaktionszeit merkbar und Entfernungen können nicht mehr so exakt geschätzt werden wie in nüchternem Zustand.

Major Eduard Widhalm vom Bezirkspolizeikommando berichtet über einen Anstieg der Unfälle durch Alkolenker um 35 Prozent.           Fotos: Archiv

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