Mit dem „Zeck“ zum Arzt!

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BEZIRK (jm). Zeckenschutzimpfungen gegen FSME sind ins allgemeine Gesundheitsbewusstsein übergegangen. Eine weitere Erkrankung, die durch den Stich einer infizierten Zecke ausgelöst wird, ist die Borreliose. Sie ist in unserem Bezirk im Vormarsch.
Der Zellerndorfer Gemeindearzt Gerhard Schneller dazu: „Bei meinen PatientInnen sind es 15 bis 20 Erkrankungen pro Jahr. Die steigende Zahl ist auch damit zu erklären, dass man heute höher sensibilisiert ist, die nach einem Stich geröteten Stellen nicht mehr auf die leichte Schulter nimmt und einen Arzt aufsucht.“ Für Borreliose gibt es allerdings noch keine Impfung. Typische Symptome sind eine ringförmige Rötung rund um die Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen und grippeähnliche Zustände.
Wird die bakterielle Infektion nicht rechtzeitig erkannt, kann sie zu Gelenksentzündungen, Infektionen der Nervenwurzeln, Gehirnhautentzündung und Lähmungen führen. Eine rasche Entfernung des Zecks innerhalb von 24-36 Stunden ist erforderlich. „Borreliose kann, im Falle einer Infektion, jedoch gut mit Antibiotika behandelt werden. Dadurch sind auch mögliche Spätfolgen vermeidbar“, so Schneller. Den Gemeinen Holzbock, wie der Zeck auch genannt wird, sollte man in einem verschlossenen Behälter zur Untersuchung mitbringen.

Zur Sache:
• Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Erkrankung, die mit grippeähnlichen Symptomen, Fieber und bei einem Teil der Patienten mit einer Meningoenzephalitis, der Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten, verläuft. Übertragen wird die Krankheit durch den Stich einer infizierten Zecke, hauptsächlich durch den Gemeinen Holzbock. Neben allgemeinen Schutzmaßnahmen wie dem Absuchen des Körpers nach einem Waldbesuch kommt die aktive Impfung als vorbeugende Maßnahme in Frage.
• Die Lyme-Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung, die am häufigsten durch Zecken übertragen wird, die sich mit Vorliebe im Gras, Büschen und niedrigem Gehölz, nicht aber auf Bäumen aufhalten. Für Borreliose gibt es noch keine vorbeugende Impfung, sie kann aber im Falle einer Infektion gut mit Antibiotika behandelt werden.

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