Plastiksackerlverbot
Plastik im Meer und auf den Feldern - Plastiksackerlverbot kommt 2020

Plastikmüll wird oftmals achtlos weggeworfen. Mittlerweile befinden sich Spuren von Plastik bereits in unseren Lebensmitteln.
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  • Plastikmüll wird oftmals achtlos weggeworfen. Mittlerweile befinden sich Spuren von Plastik bereits in unseren Lebensmitteln.
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  • hochgeladen von Alexandra Goll

BEZIRK (da). In Österreich sind derzeit mehr als 400 Millionen Plastiksackerl allein im Lebensmittelhandel im Umlauf. Viele davon landen auf der Straße, auf Feldern oder im Meer.

Plastiksackerlverbot kommt 2020
Im Ministerrat wurde das Verbot von Plastiksackerl in Österreich ab 2020 beschlossen. Alternativ werden im Handel dann nur mehr die umweltfreundlichen Papier und Stoffsackerl ausgegeben. Österreich ist somit das dritte EU Land, nach Frankreich und Italien wo es zu einem generellen Verbot kommt. Durch das Verbot sollen 5.000 bis 7.000 Tonnen Plastikmüll pro Jahr eingespart werden.
Zusätzlich sollen Plastikverpackungen, wie sie zum Beispiel für Obst und Gemüse im Supermarkt verwendet werden, um bis zu 25 Prozent eingespart werden. „Damit wollen wir weitere 60.000 Tonnen Plastik vermeiden“, so Landwirtschaftministerin Elisabeth Köstinger.
Der Obmann des Hollabrunner Abfallverbandes Bürgermeister Karl Weber begrüßt den Vorstoß der Bundesregierung für ein Plastiksackerlverbot. „Es ist der richtige Weg in der Diskussion über Einwegverpackungen.“ Gerade für Biomüll erwartet er eine Qualitätsverbesserung. Das Vorsammeln von Küchenabfällen in Plastiksackerln verunreinigt derzeit oftmals den Kompost. Diese müssen zum Teil mühevoll händisch aussortiert werden.
Auch Angelika Büchler vom Hollabrunner Abfallverband hofft, dass bei den Menschen ein wenig ein „Umdenkprozess" angestoßen wird. Insgesamt werden im Bezirk pro Kopf 105 Kilo Restmüll pro Jahr erzeugt. Der gesamte Restmüll im Bezirk beläuft sich etwa 6460 Tonnen im Jahr 2017, wobei der Anstieg pro Jahr klar erkennbar ist.
Auch seitens des Landes Niederösterreich wird ein Ziel angestrebt: Mit verschiedenen Maßnahmen soll der Kunststoffmüll in Niederösterreich bis 2025 halbiert und die übrige Hälfte zu 100 Prozent recycelt werden. In einigen niederösterreichischen Gemeinde werden etwa Papier statt Plastikbecher bei öffentlichen Wasserspendern verwendet. Der Hollabrunner Gemeinderat beschloss einstimmig für ein "plastikfreies Hollabrunn" einzutreten.
Jährlich gibt es im Bezirk die Aktion „Stopp Littering“, wo z.B. Straßenränder und Bachböschungen vom Müll befreit werden. Es ist erstaunlich was die Leute alles unbewusst und selbstverständlich aus dem Fenster beim Autofahren werfen und wieviel Müll im Straßengraben landet.

Infobox:
• Pro Kopf im Bezirk → 105 Kilo Restmüll
• Gesamter Restmüll Bezirk HL: 6460 Tonnen
• In Österreich bis 2021 → 65 Millionen Tonnen Restmüll
• Seit 1950 – 8,3 Mrd Tonnen Kunststoff erzeugt = 1.000.000.000 Elfenanten
• Österreich: Zweithöchste Recyclingrate nach Deutschland
• 79% lagert auf Deponien oder in der Umwelt
• Nur 600 Mill. Tonnen werden recycelt
• weltweitniedrige Recylingrate: 30 % Europa, 25 % China, USA 9 %
• Schätzungen bis 2050: 34 Milliarden Tonne Kunststoff weltweit

Kommentar:
Umdenken der Menschheit
Sechs Kilo Plastik im Bauch eines Wales. Eine Schlagzeile die den Meisten zu denken gibt. Es ist gigantisch wie unsre Weltmeere mit Plastik verschmutzt sind. Viele weitere Wassertiere verenden aufgrund des Plastiküberschusses in den Weltmeeren, weil sie sich fälschlicherweise von Plastikbechern, Nylon und anderen Plastikteilen ernähren.
Die heutige Generation: Beim täglichen Einkauf lieber das Gratis Plastiksackerl zu nehmen anstatt einen Korb oder eine Stofftasche von zu Hause mitzunehmen. Hier sollte das Umdenken stattfinden. Jetzt wird dieses Thema politisch. Hier soll es ein gänzliches Verbot für den Handel geben. Keine schlechte Idee, wenn dafür die Umwelt geschont werden kann. Wenn jeder seinen Beitrag leistet, können auch hier Gemeinsam große Mengen an Plastik eingespart werden.
Auch die Verpackungen von Fast Food Produkten landen oftmals im Straßengraben. Warum nicht einfach im Auto sammeln und bei nächster Gelegenheit entsorgen?! Einfach ärgerlich, warum dies vereinzelt so praktiziert wird.

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