Windmessung ohne Profit

Als die Welt noch in (Wind)ordnung war, fand in Zellerndorf eine Bürgerinformation über den geplante Windpark statt.Foto: ds
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  • hochgeladen von Alexandra Goll

BEZIRK (ae). Vor etwas mehr als einem Jahr wurde ein 100 Meter hoher, schlanker Stahlmast auf dem Gemeindegebiet von Watzelsdorf aufgestellt, der Daten für den geplanten Windpark in Zellerndorf, aber auch für mögliche Windparks in Grabern, Guntersdorf und Hollabrunn liefern sollte.

Messungen für die Katz
Ein Jahr lang, bis zum heurigen März, wurden Windgeschwindigkeiten und -häufigkeiten gemessen. Vergeblich, wie seit der Veröffentlichung des endgültigen Windkraft-Zonenplanes der Landesregierung klar ist. Denn alle Windparks, für die hier die Verhältnisse gemessen wurden, wird es nicht geben. Errichtet wurde der Messmast von der Windenergiefirma „Im Wind“, die im Gemeindegebiet von Zellerndorf sechs Windräder aufstellen wollte. Deren Geschäftsführer Thomas Huemer bedauert die Entscheidung des Landes. „Für den Zellerndorfer Windpark war schon alles perfekt vorbereitet.
Unsere Messungen waren auch positiv. Der Wind wäre in diesem Bereich sehr in Ordnung gewesen.“ 100.000 Euro hat „Im Wind“ in die Windmessungen investiert, der dafür aufgestellte Mast wird bis zum Sommer wieder abgebaut.
„Da sind die externen Kosten für Schallmessungen und ornithologische Untersuchungen, die ebenfalls schon durchgeführt wurden, noch gar nicht mitgerechnet“, sagt Huemer.
Enttäuscht, dass die geplanten sechs Windräder jetzt doch nicht gebaut werden, ist auch der Zellerndorfer Bürgermeister Karl Schwayer. Aber seine Gemeinde hat im Unterschied zur Betreiberfirma „Im Wind“ wenigstens kein Geld verloren, sagt er. „Außer Zeit haben wir noch nichts in das Windpark-Projekt investiert.“

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