Kein Windpark im Gugelwald

Martin Hindinger (l.) und Josef Pendl (r.), beide aus Kiblitz, wollen ihre Heimat vor Windrädern im Wald bewahren.Foto: ag
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ROHRBACH (ag). Wir berichteten in der letzten Ausgabe über das Vorhaben der Marktgemeinde Ziersdorf, bis zu 15 Windräder mit 203 m Höhe zwischen Kiblitz und Oberthern, mitten im Gugelwald, errichten zu wollen.
Schnell formierte sich die überparteiliche Bürgerinitiative (kurz BI) „Pro Lebensraum Wald“. Tausende Bäume müssten gefällt werden, damit Straßen gebaut und Freiräume für die Windräder geschaffen werden können. Für die Gemeinden stellen Windparks eine große Einnahmequelle dar: 650.000 Euro pro Windrad

Gegen Windräder im Wald
Die Sprecher der BI, Martin Hindinger und Josef Pendl, organisierten eine Informationsveranstaltung in Rohrbach. Auch Bgm. Johann Gartner von Ziersdorf folgte der Einladung und stellte sich den Vorwürfen und Fragen der Bevölkerung.
„Um Windkraft sinnvoll zu nutzen, bräuchte man Speichermöglichkeiten. Die gibt es aber nicht. Deshalb kann Windkraft auch kein Atomkraftwerk bei unseren Nachbarn verhindern. Für die ersten 13 Jahre kann der Strom aus Windkraft mit einem garantierten Tarif von 9,45 Cent/kwh ins Netz eingespeist werden. Danach richtet sich der Tarif nach dem Marktpreis. Ich habe Bedenken, was nach diesen 13 Jahren passiert“, erklärt Martin Hindinger. Die Bürgerinitiative äußert weitere Einbußen, wie etwa die Beeinträchtigung durch Lichtreflexionen und Lärm.

Gefahren des Infraschalls
Zum Thema Lärm erklärte die Gemeindeärztin aus Hohenwarth, Dr. Judith Vanek, die Auswirkung von Infraschall: „Der Infraschall ist nicht hörbar, aber der Körper spürt ihn, er wirkt sich extrem negativ auf die Gesundheit aus, geht durch Gebäude und ist durch nichts aufzuhalten.“
Bürgermeister Johann Gartner akzeptiert die gesundheitlichen Fakten. Für ihn zählt nicht das Argument des Landschaftsbildes: „Im UVP-Verfahren werden alle Bedenken berücksichtigt. Von den 15 geplanten Windrädern werden vielleicht drei aufgestellt.“ Cornelia Wetton aus Gumping appellierte an Gartner, nicht die Heimat zu verkaufen: „Die Immobilien werden 30–50 % an Wert verlieren. In den letzten Jahren wurde viel investiert und auch für den Tourismus einiges getan. Mit den Windparks laufen die Touristen und die Bürger davon.“

Autor:

Josef Hess aus Hollabrunn

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