Doppelgleisiger Verkehr
Wann findet die Debatte um eine Notwendigkeit endlich ein Ende?

Nebenthema war die Abschaffung der Personenschalter der ÖBB und die Umstellung auf Fahrkartenautomaten in ganz Niederösterreich.
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  • Nebenthema war die Abschaffung der Personenschalter der ÖBB und die Umstellung auf Fahrkartenautomaten in ganz Niederösterreich.
  • hochgeladen von Markus Heidegger

RETZ (mh) - Die SPÖ Hollabrunn unter Richard Pregler, in Begleitung ihres Landeschefs, Landtagsabgeordneter Franz Schnabel und Nationalrätin Melanie Erasim, luden zur Pressekonferenz am Retzer Bahnhof, um im Zuge ihrer "Nach Vorn"-Tour auf die Probleme der Bahnpendler aus dem Bezirk hinzuweisen. Aber auch erfreuliches gab es zu hören. Stichwort: zusätzliche Züge.

Das Dauerthema um den zweigleisigen Ausbau der Strecke Hollabrunn nach Stockerau/Wien, ist fast so alt wie das Pendeln mit der Bahn selbst. Schon vor über 20 Jahren waren die heutigen Engstellen bekannt und es war klar, von alleine wird nichts besser. Warum also eine konsequente Verweigerung der Politik besteht, hier endlich einmal etwas Positives zu bewirken ist die  Frage? Die Pläne liegen in der Schublade und es könnte jederzeit begonnen werden, sie umzusetzen. Für gut 12.000 Pendler in der Region wäre es eine enorme Erleichterung, hätten sie eine genügende Taktdichte und somit auch einen garantierten Sitzplatz, viel wichtiger jedoch, keine unnötigen Verzögerungen wenn es einmal bei der Bahn nicht klappt, weil Gegenzüge nicht abgewartet werden müssen.

Jedes mal vor Wahlen, wird das Thema heiß und die Mehrheitspartei im Landtag beteuert, wie wichtig ihr der öffentliche Verkehr nicht doch sei. So regelmäßig, wie vor den Wahlen das Thema erwähnt wird, wird es nach der Wahl auch wieder vergessen und wegdiskutiert. Für die betroffenen Pendler ändert sich genau nichts. Zwar konnten durch kleine Änderungen im ÖBB Fahrbetrieb massive Verspätungen verhindert werden, doch stellen diese Maßnahmen eben nur ein Provisorium dar und aus Sicht der Landes SPÖ kommt man um einen Ausbau der Strecke nicht herum. Auch können die zusätzlichen Züge, vornehmlich am Wochenende, hier keinerlei Entlastung bringen, sondern dienen lediglich der öffentlichen Erreichbarkeit der Retzer Region für touristische Zwecke, Gemeinden in Randlage können davon jedoch nicht profitieren.

Aufgrund der doch beachtlichen Teilnahme an der Bürgerbefragung zum Ausbau, konnte nun Frau NR Erasim das Thema zu einer Petition im Parlament machen. Auf der Homepage des Parlamentes befindet sich bereits der Link zur Teilnahme (Zur Petition). Weiters konnte erreicht werden, dass Anfang Mai ein Allparteiengespräch auf neutralem Grund statt findet. Abseits vom Bahnausbau war es ebenfalls ein Thema, dass der öffentliche Verkehr zwischen den Ortschaften in der Region sehr lückenhaft und am Wochenende so gut wie gar nicht vorhanden ist. Für Bürger ohne eigenes KFZ eine schlichtweg desaströse Situation. Hier ist die Politik ebenso aufgefordert, eine Abhilfe zu schaffen und damit die Lebenssituation der Menschen zu verbessern.

Im Zeitalter der Digitalisierung durfte das Thema "Ausbau des Internets" natürlich auch nicht fehlen. Landesparteiobmann Franz Schnabl wies bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass im Zuge des Ausbaus der Datenhighways, die Bürger in der Region aktiv gefragt sind. Dazu muss seitens des Anbieters, der Firma GIBAG eine Mindestnachfrage von 65% der Haushalte in den projektierten Gemeinden existieren, damit der Glasfaser-Ausbau begonnen werden kann. Anmeldungen für Interessierte finden sich dazu auf der Anbieter-Homepage (Anmeldeformulare).

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