Das Aus für den SV Sitzendorf

Der SV Sitzendorf kann für die Frühjahrssaison keine Kampfmannschaft mehr bilden und zieht sich aus der 2. Klasse zurück.              Foto: mk
  • Der SV Sitzendorf kann für die Frühjahrssaison keine Kampfmannschaft mehr bilden und zieht sich aus der 2. Klasse zurück. Foto: mk
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SITZENDORF (/jrh/mk/ag/mk). Laut einer Aussendung des SV Sitzendorf über Facebook spitzte sich die personelle und finanzielle Situation in den letzten Monaten stark zu und auch langfristig ist keine Verbesserung in Sicht. Deshalb wird die Herren-Kampfmannschaft vom Meisterschaftsbetieb der 2. Klasse zurückgezogen. „Der Verein bleibt bestehen. Der Fokus liegt auf der Jugendarbeit und der Frauenmannschaft!“, betont Obfrau Johanna Dehne.

Ehemalige Spieler eingezogen

Bereits im Sommer wurde dem Verein eine Reserve- und Eigenbauspielerbefreiung vom NÖ Fußballverband erteilt. Aber sowohl diese teils kritisierte Unterstützung als auch die Rekrutierung einiger ehemaliger Spieler haben nicht gereicht.

1.200 Euro Strafe

Gruppenobmann Gerhard Stopfer findet dafür klare Worte: „So etwas zeichnet sich über Jahre ab. Wenn man die Jugendarbeit über eine lange Zeit vernachlässigt, dann kommt so etwas dabei raus!“ Die Spiele werden, laut Information des Fußballverbandes, mit null Punkten und das Team wird an das Ende der Tabelle zurückversetzt. Die Strafe für den SVS wird sich auf rund 1.200 Euro belaufen.
Der Obmann des Sportvereins Zellerndorf Otto Schmalzbauer hat den Rückzug über die Internetseite des Fußballverbandes erfahren: „Sportlich wird sich nicht viel verändern. Jeder Verein hat jetzt eine spielfreie Runde. Die Meisterschaft wird jetzt noch spannender!“ Um die Zukunft der 2. Klasse (Schmidatal/Pulkautal bzw. Allgemein) macht sich der Zellerndorfer Obmann keine Sorge, denn er meint, dass alle Vereine, die sich brav um den Nachwuchs kümmern, keine Probleme haben werden.

Große Sorgen für Zukunft

Eine Sache macht dem Zellerndorfer jedoch große Sorgen: „Aufgrund der schwachen Geburtenjahrgänge bzw. der Konkurrenz mit anderen Vereinen wird es in kleinen Ortschaften schwer werden, eigene Nachwuchsmannschaften zu bilden!“ Nicht erfreut über das Ausscheiden Sitzendorfs ist Präsident des NÖFV Johann Gartner: „Wer nicht rechtzeitig darauf achtet, eine gute Nachwuchsarbeit zu haben, wird am Ende des Tages Probleme bekommen. Angeblich mangelt es in Sitzendorf an genügend Spielern für den Meisterschaftsbetrieb. Nun ganz verstehe ich dann nicht, warum man im Sommer z.B von Ziersdorf Spieler ausgeliehen hat, diese aber nicht einsetzt. Am Anfang der Meisterschaft hat man meist genügend Spieler, das ändert sich aber schnell. Seitens des Verbandes müssen wir uns Gedanken über die Veränderungen in der Gesellschaft machen. Dazu wird eine Befragung aller NÖ Vereine stattfinden, wie man die Bedingungen für den Meisteschaftsbetrieb den heutigen Anforderungen angleichen kann. Das, was jetzt in Sitzendorf passiert ist, darf kein Regelfall werden. Die Funktionäre sind hier absolut gefordert, eine Negativentwicklung zu erkennen und rechtzeitig dieser entgegenzuwirken!“

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