CEZ-Autocross
Saisonauftakt am WRT Ring in Hollabrunn

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Spät aber doch ein kurzer Rennbericht zum Renen am vorigen Wochenende:

Zu Ostern fanden sich bei herrlichstem Frühsommerwetter insgesamt 123 Autocrosser (inkl. Mascom-Cup) am WRT Ring zu einem ersten Kräftemessen in der zentraleuropäischen Zonenmeisterschaft ein. Darunter auch der bereits 9-fache Europameister bei den Superbuggies, der Deutsche Bernd Stubbe, der eine Anreise von über 1000 km auf sich nahm, und mit Petr Nikodem auch der regierende Champion bei den Allradbuggies bis 1600 ccm. Insgesamt wohl das in quantitativer und auch in qualitativer Hinsicht beste Starterfeld das die heimischen Autocrosspisten je gesehen haben.

Vor, zumindest am Sonntag, durchaus ansprechender Zuschauerkulisse entwickelten sich in den einzelnen Klassen spannende, aber leider auch sehr unfallträchtige Rennen. Dadurch kam es, um die ärztliche Versorgung der verunfallten Piloten sicher zu stellen, immer wieder zu längeren Unterbrechungen. So dauerte es sowohl Samstags als auch Sonntags bis nach 19 Uhr bis alle notwendigen Läufe unter Dach und Fach waren. An dieser Stelle möchte ich allen verletzten Piloten eine gute und vor allem rasche Genesung wünschen.

Nun zu den einzelnen Klassen: eine absolute Bereicherung des Programms waren wieder die 3 Gruppen der Racerbuggies der tschechischen Meisterschaft. Die Kids, ab einem Alter von 5 Jahren, sind mit vollem Einsatz bei der Sache und schenken sich gegenseitig nichts. ... und bei den 125 und 250 ccm Klassen ging es auch tempomässig schon ziemlich zur Sache!

Ergebnisse:
RB 160 ccm: Vojtech Lunak vor Martin Nikodem und Frantisek Jira
RB 125 ccm: Lea Hornikova vor Ondrej Pospisl und Ladislav Hanak
RB 250 ccm: Arnost Florian vor Tomas Sulek und Jakub Safranek

Bei den Tourenwagen wurden Läufe in 3 Klassen gestartet. Speziell bei den Allradfahrzeugen war die Zahl der Starter sehr überschaubar. Hier war aus heimischer Sicht der Marchfelder Markus Neuhauser auf seinem Ford Puma am Start. Im Finale wurde er allerdings von einem Konkurrenten - anscheinend absichtlich - gerammt und in einen Überschlag geschickt. Beim anschließenden Re-Run konnte er dadurch nicht mehr antreten so dass er sich am Ende mit Rang 5 zufriedengeben musste. Als Sieger fuhr der Slowake Marcel Dlesk vor Frantisek Kostroun und Jiri Bret (beide CZ) über die Ziellinie. Die Klasse D2, 2-Rad getriebenen Tourenwagen bis 3500 ccm, war eine rein tschechische Angelegenheit bei der Vaclav Ciminga jun. vor seinem gleichnamigen Vater siegreich blieb. Rang 3 belegte Josef Bartos.

Aus österreichische Sicht die erfolgreichste Klasse waren an diesem Wochenende die Tourenwagen bis 1600 ccm. Hier konnte der Oberösterreicher Dominik Senegacnik auf seinem Skoda Felicia alle Angriffe der tschechischen Armada abwehren und im Finale einen ungefährdeten Sieg einfahren. Die restlichen Stockerlplätze gingen an seine Markenkollegen Jakub Janos und Martin Kopena (beide CZ).

Eine wie immer sehr spektakuläre Angelegenheit waren die Rennen der Kartcrosser, die ihre Auftaktveranstaltung zum MASCOM-Cup absolvierten. Die kleinen und wendigen Fahrzeuge fallen nach dem Start, Verzeihung wenn ich mich wiederhole, wie die Hornissen übereinander her und liefern sich bis zum Zieleilauf packende und spannende Duelle! Im Finale konnte sich schließlich der Titelverteidiger Jiri Dolezal vor Adam Kotaska und Jiri Rezek durchsetzen.

Bei den Juniorbuggies waren einige neue Gesichter am Start, so dass sich ein beachtliches Starterfeld den Zusehern präsentieren konnte. Überragender Mann war Vorjahreseuropa- und -zonenmeister Jakub Novotny auf seinem Alfa-Racing Buggy. Bei seiner Premiere in dieser Klasse konnte der Znaimer Martin Vaculik einen beachtlichen zweiten Rang einfahren. Den 3-fach Sieg für Alfa-Racing komplettierte Daniel Pytloun.

Starter aus 5 Ländern waren bei den Allradbuggies bis 1600 ccm am Start, darunter 6 Starter aus Österreich die sich durchaus beachtlich schlugen. Neueinsteiger Rene Röhrnbacher glänzte zunächst durch Bestzeit im 1. Zeittraining bevor er, infolge eines Rennunfalls, verletzungsbedingt aufgeben musste. Von hier aus gute Besserung Rene und hoffentlich sehen wir dich bald wieder an und auf der Rennstrecke. Der Defektteufel schlug bei Ewald Müllner bereits im 2. Vorlauf zu, so dass auch für ihn das Rennwochenende bald vorüber war. Nicht für das Finale qualifizieren konnte sich Vorjahrszonenmeister Marco Gerhartl, der mit Platz 6 im Semifinale ausschied und insgesamt auf Rang 12 gewertet wurde. Im Endlauf selbst fielen Mario Gradwohl, der sich in den Vorläufen stets im Vorderfeld platzieren konnte, und Patrick Kolm bald aus, so dass nur die Plätze 10 und 9 blieben. So konnte sich Luca Gerhartl als bester Vertreter für die Heimischen Farben an 5. Stelle platzieren. An der Spitze ging die Musik ohne Österreicher ab: Milan Vanek (CZ) siegte vor dem Moldawier Andrej Maxian und Samuel Petak, der erst in dieser Saison von den Juniorbuggies aufgestiegen ist und ein tolles Debüt hinlegte. Für Titelverteidiger Petr Nikodem blieb, nach einem frühen Dreher im Endlauf, nur Platz 6.

20 Starter aus 5 Ländern, ca. 4.500 PS sind Rahmendaten zu den Superbuggies. Trotz des hochkarätigen Starterfeldes war der Deutsche Europameister Bernd Stubbe eine Klasse für sich. Souverän konnte er sich den Sieg sichern. Überraschend stark präsentierte sich Tomas Gomzjakov (CZ), der vor seinem Landsmann Roman Kerka auf Platz 2 einkam. Hinter dem nächsten Tschechen, Titelverteidiger Radek Jordak, kam der Deutsche Michael Buddelmeyer, Umsteiger aus der 1600er Klasse, bei seinem Debüt auf einen hervorragenden 6. Rang. Der hoch eingeschätzte Jakub Kubicek verfehlte nach frühem Ausfall den Aufstieg ins Finale ebenso wie der Waldviertler Christian Huber.

Insgesamt wieder ein toll organisiertes Event vom Team des WRT Hollabrunn unter Leitung von Obmann Daniel Fischer. Die vielen Unterbrechungen nach Unfällen konnten nicht vorhergesehen werden und kosteten den Organisatoren sicherlich noch zusätzlich jede Menge Nerven!

... und wer Lust und Laune hat kann das nächste Rennen dieser tollen Meisterschaft an diesem Wochenende im tschechischen Humpolec, direkt an der Autobahn Brünn - Prag gelegen besuchen. Laut einer aktuellen Nennliste gibt es derzeit 155 Nennungen!

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