18.10.2014, 16:31 Uhr

Bauern waren nicht schuld

Nach drei Tagen ist die Gefahr gebannt. Aus den Wullersdorfer Wasserhähnen rinnt wieder sauberes Wasser.Foto: Archiv

Politisches Hick-Hack um verunreinigtes Trinkwasser in der Gemeinde Wullersdorf.

(ae). Ende September wurden bei einer Routinekontrolle des Trinkwassers in der Gemeinde Wullersdorf erhöhte Werte von E.coli-Bakterien gefunden. Betroffen waren die Versorgungsleitungen von Grund-Bahnhofsiedlung und Wullersdorf. Die Bewohner wurden umgehend darüber informiert, dass das Trinkwasser vor der Verwendung mindestens drei Minuten abgekocht werden müsse, um die Bakterien abzutöten.

Landwirte verdächtig

Als Verursacher verdächtigte der Landtagsabgeordnete des Teams NÖ, Walter Naderer, die Landwirtschaft und griff Bürgermeister LAbg. Richard Hogl an, er würde die Bauern decken. „Das ist absoluter Unsinn“, kontert Hogl.
„Es wird derzeit noch nach möglichen Ursachen gesucht. Aber am wahrscheinlichsten sind Brüche an Abflussrohren, die bei den Baggerarbeiten an den Straßenbaustellen in der Gemeinde entstanden sind, und die nicht gleich entdeckt wurden, so dass Schmutzwasser austreten konnte und ins Grundwasser gelangte.“ Fest steht, dass das Trinkwasser seit dem 6. Oktober nicht mehr belastet ist und nicht mehr abgekocht zu werden braucht. Richard Hogl: „Nachdem alle Transportleitungen in den betroffenen Gebieten gespült wurden, waren die schädlichen Bakterien wieder weg.“
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