19.10.2016, 08:00 Uhr

S 3: Wieder einen Schritt weiter

LAbg. Hogl kann weitere Verzögerung nicht ausschließen. Foto: Archiv

Einspruchsverhandlung beim Verwaltungsgerichtshof war positiv.

BEZIRK (ae). In der unendlichen Geschichte zum Baubeginn der Schnellstraße S 3 gibt es wieder einen kleinen Lichtblick. Anfang Oktober gab es beim Bundesverwaltungsgerichtshof (BVwGH) die Verhandlung zum letzten verbliebenen Einspruch gegen den geplanten Bau, der vom „Virus Umweltbureau“ stammt.

Warten auf Urteil

Reingard Vogel, S 3-Projektleiterin der Asfinag: „Wir haben den ganzen Tag verhandelt und in einigen Punkten nachgebessert. Jetzt steht einer positiven Entscheidung nichts mehr im Weg.“ Ganz sicher wird dies allerdings erst sein, wenn das Urteil des BVwGH vorliegt, was noch einige Wochen dauern könnte.
Derzeit wird von der Asfinag an den nächsten Verfahren, dem nach Naturschutzrecht und dem nach Landesstraßenrecht, gearbeitet. „Die entsprechenden Gutachten werden derzeit fertiggestellt“, sagt Reingard Vogel.
„Diese Bescheide könnten aber ebenfalls wieder angefochten werden, daher kann ich derzeit keine sicheren Angaben zum Baubeginn machen. Wir gehen aber schon davon aus, dass 2017 begonnen werden kann.“
Das Schnellstraßenstück zwischen Hollabrunn und Guntersdorf wurde von der Asfinag in zwei Baulose aufgeteilt. Das Baulos eins ist laut Asfinag praktisch ausschreibungsfertig, mit dem Bau könnte also, wenn keine Einsprüche mehr eingebracht werden, relativ rasch begonnen werden.

Baubeginn ist weiter offen

LAbg. Richard Hogl, Wullersdorfs Bürgermeister, ist froh darüber, dass der letzte verbliebene Einspruch zum UVP-Verfahren nun vom Tisch zu sein scheint, meint aber auch: „Über einen Baubeginn kann ich zum derzeitigen Zeitpunkt nichts sagen. Der naturschutzrechtliche Bescheid könnte ja auch wieder beeinsprucht werden, was neuerlich zu Verzögerungen führen würde.“
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