12.06.2015, 07:46 Uhr

Unfassbarer Kindesmissbrauch

Ingo K. (heute 52) machte sich an Mädchen und Knaben aus sozial schwachen Schichten heran.

Angeklagter organisierte Lustknaben aus katholischem Kinderheim

HOLLABRUNN/KORNEUBURG (mr). Letzte Woche wurde am Landesgericht Korneuburg ein krasser Fall von Kindesmissbrauch verhandelt. Die Hauptverhandlung fand überwiegend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, die Berichterstattung fußt daher nur auf den öffentlichen Teilen, nämlich dem Anklagevortrag und der Urteilsbegründung.
Demnach begann der deutsche Staatsbürger seine abartige Karriere im Jahr 2000 in Herrnbaumgarten (Bezirk Mistelbach) wo er sich an einen damals neunjährigen Knaben heranmachte.

Missbrauch in Hollabrunn
Sein nächstes Opfer fand er 2003 in einem neunjährigen Knaben, der in einem katholischen Wiener Kinderheim untergebracht war. Ohne nähere Prüfung gestatteten die Ordensschwestern zwei Jahre lang, dass der Deutsche den Buben mitnehmen konnte, "damit er die Welt sieht". So sah er zum Beispiel Hollabrunn, wo der Deutsche einen Stand bei einem Flohmarkt betrieben und zwischendurch am Heimkind abartige Sexualpraktiken vollzogen hatte.

Zwei Mädchen missbraucht
In den Jahren 2004 bis 2011 nutzte er die sexuelle Beziehung zu zwei Wienerinnen aus und verging sich schamlos an deren Töchtern. Eine hat er im Alter zwischen 7 und 14 Jahren teilweise täglich missbraucht, die zweite im Alter zwischen 11 und 14. Wollten die Mädchen ihm nicht zu Willen sein, wendete er auch Gewalt an.
Der vom Schöffensenat verkündete Schuldspruch und die verhängte siebenjährige Haftstrafe sind rechtskräftig.
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Calla Strunz aus Hollabrunn | 09.06.2015 | 14:01   Melden
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