30.09.2014, 08:33 Uhr

WAS DIE HEILIGE SCHRIFT ÜBER ISRAEL SAGT

Es findet sich in der Bibel in Verbindung mit Israel auch «Typologie» (Vorbilder und Vorschattungen). Anhand von Beispielen erfüllter Prophetien lässt sich dies überprüfen.

Zum Beispiel: ·) In der Prophetie über den Altar von Bethel findet sich in Verbindung mit 1. Könige 13,2 die Voraussage:

2 " Und er rief gegen den Altar durch das Wort des HERRN und sprach: Altar! Altar! So spricht der HERR: >> Siehe, es wird dem Haus Davids ein Sohn namens Josia geboren werden, der wird auf dir die Priester der Höhen schlachten, die auf dir räuchern, und man wird Menschengebeine auf dir verbrennen!> Ich habe mir siebentausend Männer übrigbleiben lassen, die kein Knie gebeugt haben vor Baal. >Gott hat ihnen einen Geist der Betäubung gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis zum heutigen Tag.>Ihr Tisch werde ihnen zur Schließe und zum Fallstrick und zum Anstoßen zur vergeltung ; 10 ihre Augen sollen verhindert werden, dass sie nicht sehen, und ihren Rücken beuge allezeit!> Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden, 27 und das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Stunden wegnehmen werde>Dir gebe ich das Land Kanaan als das Los eures Erbteil

Schauen wir diesen Psalm genauer an. «Er gedenkt ewig seines Bundes... mit Abraham und seines Eides an Isaak. Er richtete ihn auf für Jakob zur Ordnung (Satzung), Israel zum ewigen Bund, indem er sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben als euch zugemessenes Erbe» (V. 8-11). Wenn die Ausdrücke «Bund», «Eid», «Ordnung/Satzung», «ewiger Bund» etwas bedeuten, dann zeigen sie sicher den klaren Willen Gottes, dass Israel das Land Kanaan besitzen soll.

Gottes Plan für Israel

Gottes Vorhaben mit Israel war stets abhängig von der göttlichen Initiative und Erwählung, aber ob Israel in den Genuss des göttlichen Segens kam, das hing von Israels Antwort als einer gerechten Nation ab (5.Mose 7). Israel wird überfliessender Segen verheissen, wenn es in der richtigen Beziehung zu Gott lebt (3.Mose 26,1-13; 5.Mose 28,1-14), aber Strafe (nicht Verwerfung), wenn es rebelliert (3.Mose 26,14-46; 5.Mose 28, 15-68). Zerstreuung unter alle Nationen war die äusserste Disziplinarmassnahme, verbunden mit der Verheissung, Gott werde sie letztendlich wieder sammeln, um seinen Plan zu vollenden (5.Mose 30).

Gott versprach David ein königliches Herrschergeschlecht, das in Israels Messias ewige Dimensionen erlangen werde (2.Sam 7,11-17; 1.Chr 17,10-15). Matthäus zeigt auf, dass Jesus dieser Messias ist (Mt 1,1-16). Der Engel Gabriel sagt Maria, ihr Sohn werde «über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit» (Lk 1,33). Der Name «Jakob» kann kaum für die Kirche verwendet werden. Aber auch heute noch wird Jesus in Beziehung mit Juda und David gesehen (Off 5,5; 22,16).

Als Gott «dem Haus Israel und dem Haus Juda» einen Neuen Bund versprach (Jer 31,31), verhiess er, dass ein Tag kommen werde, an dem die Juden «alle mich erkennen werden, von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Grössten» (V. 34). Da ein solcher Segen in der Geschichte Israels bisher nicht vorgekommen ist, steht dieses Ereignis noch bevor.

In Hesekiel 36 erklärt «der Herr HERR» im Zusammenhang mit der Wiederherstellung Israels, sowohl des Landes als auch der Beziehung zu seinem Erlöser, 22-mal: «Ich will/werde (es tun)». Dies sind einige der Dinge, die er tun will:

•Er wird die Nationen richten, weil sie Israel misshandelt haben (36,3-7). •Er wird Israel wieder sammeln in dem ihnen verheissenen Land (8-15). •Er wird Israel richten, weil sie im Land Blut vergossen haben, weil sie Götzen ihm vorgezogen und seinen Namen unter den Nationen entheiligt haben (16-21). •Er wird Israel gerecht machen um seines heiligen Namens willen, nicht um Israels willen (22). •Als Folge von Israels Erlösung wird Gott vor den Nationen demonstrieren, dass er der HERR ist (23-28). •Nachdem all das geschehen ist, wird Israel geistlich und materiell reich gesegnet werden (2938). Paulus beschreibt das als «Leben aus den Toten» (Röm 11,15).

Gott hat nicht die Absicht, Israel zu ersetzen.

• Jer 31,37: «Wenn die Himmel oben gemessen und die Grundfesten der Erde unten erforscht werden können, dann will ich auch die ganze Nachkommenschaft Israels verwerfen wegen all dessen, was sie getan haben.»

• Jer 32,37-41: «Siehe, ich werde sie aus all den Ländern sammeln, wohin ich sie vertrieben habe in meinem Zorn ... Ich werde sie an diesen Ort zurückbringen ... Sie werden mein Volk und ich werde ihr Gott sein. Ich werde ihnen einerlei Sinn und einerlei Weg geben, damit sie mich alle Tage fürchten ... Ich werde einen ewigen Bund mit ihnen schliessen, dass ich mich nicht von ihnen abwende, ihnen Gutes zu tun. ... Ich werde sie in diesem Land pflanzen in Treue, mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele.»– Diese Verheissung wurde nicht erfüllt, als eine beschränkte Zahl von Vertriebenen unter Esra aus Babylon zurück-kehrte.

• Jer 33,24-26: Gott zitiert die Aussagen seiner Feinde: «Die zwei Geschlechter (d.h. Israel und Juda), die der Herr erwählt hatte, die hat er verworfen.» Dann erklärt er: «So gewiss ich Tag und Nacht geschaffen und die Ordnungen des Himmels und der Erde festgesetzt habe, so gewiss werde ich auch das Geschlecht Jakobs und meinen Knecht David nicht verwerfen.» Wenn Gott nicht in unverständlichen Rätseln spricht, sondern seine Worte einen erkennbaren Sinn haben, dann müssen diese Verheissungen eine geistliche und territoriale Zukunft für die Juden garantieren!

Jesaja 54: 5 - 8 " 5 Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann, HERR der Heerscharen ist sein Name; und dein Erlöser ist der Heilige Israels; er wird Gott der ganzen Erde genannt. 6 Denn wie eine verlassen und im Geist gekümmerte Frau wird der HERR dich rufen, wie die Frau der Jugendzeit, wenn sie verstoßen ist, spricht dein Gott. 7 Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit werde ich dich sammeln. 8 In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser.Erlöser". ( Genfer Studienbibel)

Die Christengemeinde wird nicht vor der Errettung Israels vollendet sein. Römer 11 spricht von der «Vollzahl/Fülle» Israels (V. 12) und von der «Vollzahl/Fülle» derer aus den Nationen (Heiden) (V. 25). Das griechische Wort ist in beiden Fällen pleroma. Der Sinn ist klar: So wie die Apostel, die die Kirche gründeten, und deren Gründungsmitglieder alle aus Israel kamen, so werden Gläubige aus Israel auch die «Fülle» der Kirche bilden, den Schlussstein des ganzen Bauwerkes. Die nationale Errettung Israels wird die Rückkehr des grössten Teils des jüdischen Volkes aus seiner Gottlosigkeit zu seinem Erlöser, Jesus dem Sohn Gottes und Gott dem Sohn, umfassen. Israel wird so seinen rechtmässigen Platz als wesentlicher Bestandteil der ecclesia finden, von der Jesus in Mt 16,18 gesprochen hat. Dieses Ereignis wird für christliche Theologen aus den Nationen und ebenso für jüdische Rabbis viel unbequemes Umdenken nach sich ziehen!

Gottes Verheissungen für seine Christengemeinde

Wir wollen jetzt nur zwei der vielen Verheissungen für die Kirche ansehen: Mt 16,18: «Auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde/Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.» Eph 11,1-14: «In ihm sind wir auch zu Erben gemacht worden, vorherbestimmt nach der zuvor getroffenen Entscheidung dessen, der alles nach dem Ratschluss seines Willens wirkt, damit wir zum Lobe seiner Herrlichkeit gereichen, die wir unsere Hoffnung zum voraus auf Christus gesetzt haben. In ihm habt auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, das Evangelium eures Heils, und gläubig geworden seid, das Siegel des Heiligen Geistes der Verheissung empfangen, der das Angeld unseres Erbes ist für die Erlösung seines Eigentums zum Lobe seiner Herrlichkeit.» Wenn die klar formulierten und an Israel gerichteten Verheissungen übertragen werden können, wie sollen dann wir Christen sicher sein, dass die eben zitierten Verheissungen, die uns, seiner Kirche, gegeben worden sind, nicht irgendeinem andern Volk zugesprochen werden? Gottes Treue zu den Verheissungen an Israel ist das Mass seiner Beständigkeit uns, seiner Kirche, gegenüber. Die Kirche ist «eingepfropft» in den Ölbaum Israel. Ihre Glieder sind Bürger der «Gemeinde Israels» (Eph 2,12). Wie können wir also an den ebenso ausdrücklichen Verheissungen der Gnade und Erwählung für Israel zweifeln? Wenn wir das tun, untergraben wir das Fundament der Christengemeinde.

Es ist traurig, aber wahr, dass die Christenheit bald nach dem Tod der (jüdischen) Apostel anfing, die Juden zu hassen und zu bekämpfen.

Schlussüberlegungen

Der ganze Umgang Gottes mit Israel war und ist geheimnisvoll. Ebenso geheimnisvoll war sein Plan mit der Kirche. Er wurde vor dem 1. Jahrhundert nach Christus nicht völlig verstanden, wie Paulus in Eph 3,2-6 feststellt. Wenn Israels Führer Jesus nicht verworfen hätten, wäre Jesus nicht gestorben. Doch dann hätte es keine Sühne gegeben, keine Auferstehung und daher auch keine Rettung, weder für Juden noch für Heiden! Sowohl die Blindheit Israels als auch die Korruptheit des Pilatus waren notwendig, um das Erlösungswerk Gottes für die Menschheit zu verwirklichen.

Sollten wir im Licht all dessen, darüber erstaunt sein, dass Gott die Wiederherstellung des Volkes Israel beschlossen hat? Der Staat Israel sind ein deutliche Zeichen, dass Gottes Pläne sich verwirklichen und dass spannende, wenn auch schwierige Zeiten für die Kirche wie für Israel bevorstehen. Gewiss sollten wir jetzt anfangen, aufzublicken und unsere Häupter zu erheben, weil unsere Erlösung naht! Israel braucht Gebetsunterstützung! Betten wir für das auserwählte Volk Gottes!

Gott segne euch Calla
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