27.09.2014, 21:00 Uhr

Was sagen uns die beiden Namen Jahwe und Jesus?

Es besteht kein Zweifel darüber, daß sich Gott mit dem Namen Jahwe bekannt gemacht hat. Dieser Name ist eine Willenserklärung in Verbindung mit der Erlösung Israels. Die richtige Übersetzung des Tetragramms JHWH lautet: »Ich bin, der ich bin« (2. Mose 3,14). Der »ich bin« offenbarte sich in der Geschichte der Menschheit mit diesem Namen am Sinai in gewaltigen Naturereignissen.

Wie immer ist den ZJ das Wesentliche entgangen. Über die Sprechweise des Namens muß nicht gestritten werden. Sie ist zweitrangig. Von größter Bedeutung ist die historische Tatsache, daß sich dieser Gott in seinem Sohn Jesus offenbarte und personhaft in die Geschichte der sündigen Menschheit eintritt. 

ZJ vermeinen, diesen Gott »rechtfertigen« zu müssen durch die »Verkündigung des Namens Jehova«. Vom Ansatzher ist die Meinung der ZJ bereits falsch. Gott wird nicht gerechtfertigt, sondern er rechtfertigte den Sünder in Christus Jesus. 

Sowohl mit der »Verkündigung des Namens Jehova « als auch mit der Verehrung des Tetragramms verlieren ZJ, wie einst die Juden, die Sicht über den Herren-Namen. Sie stolpern vor lauter falschem Eifer für den Stein des Anstoßes: den Herrn Jesus. Niemand bestreitet, daß das Tetragramm über 7 000 mal im Alten Testament erscheint.

Daß der Name im Neuen Testament nicht erscheint, ist nicht Unwissenheit der Bibelübersetzer, sondern entspricht dem Verständnis der neutestamentlichen Botschaft, daß Jesus Herr ist. Weil für ZJ Jesus nicht Herr ist, weil sie diese Botschaft nicht akzeptieren, weil sie das »Neuzeitliche Volk Jehovas« sein wollen, verkünden sie einen falschen Herren-Namen.

Daß sie den Namen Jehova über 237 mal in das Neue Testament der NWÜ eingefügt haben, das ist eine sinnwidrige Maßnahme, die gegen Gottes Plan und Willen verstößt. 

1. Der Übergang vom Alten zum Neuen Bund, vom Namen Jahwe zu Jesus In Jesaja 45, 22-24 redet Jahwe zu seinem Volk: »Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr. Ich habe bei mir selbst geschworen, und Gerechtigkeit ist ausgegangen aus meinem Munde, ein Wort, bei dem es bleiben soll: Mir sollen sich alle Knie beugen und alle Zungen schwören und sagen: Im Herrn habe ich Gerechtigkeit und Stärke.« 

Schwerpunkte des Textes sind: 
a) Ich habe bei mir selbst geschworen (sagte Jahwe) 
b) Ein Wort, bei dem es bleiben soll, das nicht rückgängig ge macht wird c) Daß alle Knie sich vor mir (Jahwe) beugen, und daß alle Zun gen mir (Jahwe) schwören werden... 
d) Man wird sagen: Nur in Jahwe ist Gerechtigkeit und Stärke Jahwe betont in Jesaja 48, 1 lb nochmals: »...denn ich will meine Ehre keinem andern lassen.« Widerspricht es nun der Ausschließlichkeit dieser Worte, wenn es in Philipper 2, 10.11 heißt: »...daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters«? Hat Jahwe seine Ehre doch weitergegeben an seinen Sohn? Es wäre ein Widerspruch. Es sei denn, wir würden Gott in Christus erkennen und verstehen, daß er in Christus angebetet werden will. 

2. Der Vorrang des Namens Jesus im Neuen Testament »...und sein Name ist: Das Wort Gottes« (Offb 19, 13). Das Wort Gottes ist identisch mit Gott. Der Ruf der ersten Christengemeinden lautet: »Kyrios ist Christus - Herr ist Christus.« Ja, der Name Kyrios (Herr) wurde auf Jesus angewandt. Zumal die Apostelgeschichte 4, 12 unmißver ständlich schreibt: »...auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.« Dieser Name ist Jesus und nicht Jehova (siehe Apg 4, 10). 

3. Was hängt von dem Glauben, daß Jesus Herr ist, ab? Es ist Gebot Gottes, an den Namen seines Sohnes zu glauben (sie he Joh 3, 18; 1. Joh 3, 23; 5, 13). Wer an seinen Namen glaubt, empfangt Vergebung der Sünden (siehe Joh 3, 18; Apg 10, 43; 1. Joh 2, 12). Verherrlichung dieses Namens ist Ziel des Glaubens (siehe 2. Thess 1, 12). Der Name Jesus ist Zentralbotschaft an alle Völker (siehe Apg 8,12; 9,15). Treue zu dem Namen Jesus (siehe Offb 2, 13; 3, 8). Verfolgung um des Namens Jesu willen (siehe 1. Petr 4, 14). Errettung durch Anrufung des Namens Jesus (Herr) (siehe Rom 10, 13). Nachfolger Jesu heißen »Zeugen Jesu« (nicht Zeugen Jehovas) (siehe Apg 1,8). 

4. Der Name Gottes lautet für Christen: »Abba, lieber Vater«, nicht: »Jehova« Jesus ist hierin unser Vorbild. Er verherrlichte seinen Vater nicht, indem er ihn mit »Herr Jehova« anrief. Nirgends ist im Neuen Testament der Nachweis dafür zu erbringen. Da Jesus seine Nach folger Brüder nannte (siehe Mt 28, 10), nennen auch sie Gott ih ren Vater. Denn in Jesus wurden sie ebenfalls zu Söhnen Gottes. Durch ihn dürfen sie nun rufen: »Abba, lieber Vater« (siehe Gal 4,6). Gotteskinder sagen nie »Souveräner Herr Jehova«, wie es ZJ tun. 

5. Jahwe verherrlicht sich in Jesus Gott offenbart sich als der liebende Vater, indem er im Heilswerk Jesu seinen Namen verherrlicht (siehe Joh 17, 12.26). Ihr Ziel findet die Kundgabe des Gottes-(Vater)-Namens darin, daß die Liebe des Vaters zum Sohn nun auch in den Glaubenden ist, die damit zu Adoptivsöhnen des himmlischen Vaters werden (siehe Joh 17, 26). Im Johannesevangelium begegnen wir der christologischen Deutung der alttestamentlichen Aussage über den Jahwe-Namen (siehe Joh 17, 6.11.12). Hier ist die Verbindung vom Alten zum Neuen Testament erkennbar. Gottes Offenbarung ist an Jesus Chri stus gebunden (siehe Mt 11, 27).

So handelt denn Jesus im Namen und Auftrag Gottes zur Erfüllung seines Willens (siehe Joh 10, 24.25). Der Name Gottes liegt auf seinem Sohn Jesus. Sein Name heißt: »Jahwe ist Rettung.« Diese Rettung erfahren wir nicht in der Anru fung des Namens Jehova, sondern im Namen Jesus (siehe Phil 2, 10.11; Apg 4, 12). 

Erich Bruening

LG. Calla
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