16.08.2016, 08:00 Uhr

Wullersdorf verliert jährlich 230.000 Euro durch Bürgerinitiative gegen Windpark

Andreas Ptaschka, Rudolf Freudenthal und Harald Strassner setzen auf die saubere Windenergie in Wullersdorf.Foto: Alfred Eipeldauer

Einsprüche verhindern den geplanten Bau, Gemeinde verliert jährlich 230.000 Euro.

(ae). Schon seit den frühen 2000er-Jahren beschäftigt ein geplanter Windpark in der Gemeinde Wullersdorf Befürworter und Gegner. Damals gab es bei einer Volksbefragung in der Gemeinde eine knappe Mehrheit für den Bau des Windparks. Zu sehen ist bisher aber noch immer kein einziges Windrad. Zwar wurde bereits 2014 vom Gemeinderat ein Gestattungsvertrag mit der Betreiberfirma „Renergie“, einer Raiffeisentochter, über insgesamt 16 Windräder beschlossen, der der Gemeinde jährlich Einnahmen von 230.000 Euro bringen würde, aber seither ist nichts passiert.
Andreas Patschka, GF Windpark Locatelli, zur aktuellen Situation: „Bei der Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung im Frühjahr wurden Verbesserungsvorschläge eingebracht, die wir derzeit in die Planung einarbeiten. Danach wird die Landesregierung entscheiden. Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung in den nächsten Wochen zu unseren Gunsten fallen wird.“
Sollte die Entscheidung der Landesregierung positiv für das Windparkprojekt ausfallen, ist aber immer noch nichts endgültig, wie Patschka sagt: „Die Bürgerinitiative gegen den Windpark hat schon angekündigt, gegen einen positiven Bescheid wieder Einspruch zu erheben, das wird wahrscheinlich noch bis zum Verwaltungsgerichtshof gehen.“ Andreas Kornherr, Sprecher der Bürgerinitiative gegen den Windpark: „Wir warten die Entscheidung des Landes ab. Dann setzen wir uns zusammen und beraten wie es weiter geht. Ein neuerlicher Einspruch unsererseits ist jedoch möglich.“
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