21.10.2014, 07:00 Uhr

Ortschef-Wechsel in Sitzendorf

Nach 20 Jahren als Bürgermeis-ter zieht sich Leopold Hummer zurück.Foto: Archiv

Leopold Hummer tritt mit 31. 10. ab, Martin Reiter neuer Bürgermeister

(ae). Bei der Gemeinderatssitzung Anfang Oktober gab Leopold Hummer für die Öffentlichkeit überraschend seinen Rückzug aus der Politik mit 31. Oktober bekannt und stellte auch gleich seinen Nachfolger vor. 20 Jahre lang war Leopold Hummer (59) als Bürgermeister im Amt. Er sagt darüber: „Eine lange Zeit, die einem aber recht kurz vorkommen kann, wenn so viel passiert.“ In seine Amtszeit fallen unter anderem die Sanierungen von Kindergärten und Schulen, die Hauptplatz-Neugestaltung und der Bau eines Rückhaltebeckens in Roseldorf, das sich beim Hochwasser 2010 schon bewährt hat. Der Kanal wurde fertig gebaut und das Arzthaus komplett saniert. „Es war ein gutes Arbeiten im Gemeinderat, und im Gemeindeamt haben wir sehr gute Leute“, lobt Hummer, der „eine gewisse Wehmut“ beim Abschied empfindet und sich künftig mehr um seine Enkerln und seine Hobbys kümmern will.

Wahltermin hat überrascht

Warum der Wechsel so knapp vor der Wahl stattfindet, erklärt er so: „Es war schon länger für diesen Zeitpunkt geplant, aber dann hat uns die Vorverlegung der Wahl überrascht.“ Nachfolger Martin Reiter, der als ÖVP-Spitzenkandidat in die Wahl gehen wird, hat es dadurch ein wenig leichter, weil er es als amtierender Bürgermeister tun kann. So lange wie sein Vorgänger, sagt Reiter (54) wird er es wohl nicht schaffen, „aber länger als fünf Jahre schon, ich will auch zur nächsten Wahl wieder antreten“.
Martin Reiter ist seit 1995 Gemeinderatsmitglied und seit 2010 Vizebürgermeister, betont ebenfalls das gute politische Klima in der Gemeinde: „Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg. Es gibt immer eine große Konsensbereitschaft, das ist gut für die Gemeinde, weil alles einfacher wird.“
Als wichtige Ziele für die nächste Zeit nennt er vor allem Straßensanierung: „Es gibt viele Ortsstraßen, wo der Asphalt wegbricht, und Gehsteige wollen wir auch bauen oder - wo schon vorhanden - sanieren.“
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