14.11.2017, 12:00 Uhr

Biolebensmittel sind sehr gefragt!

Herbert Schleinzer war der erste Biolandwirt in Unterretzbach, Gattin Renate unterstützt ihn bei der Büroarbeit. Foto: Josef Messirek

15 % der Landwirte im Bezirk sind Biobauern. Unsere Region im „Bio-Check“.

BEZIRK (jm). Immer mehr Konsumenten wollen mit gutem Gewissen genießen. Bio allein ist gut, noch besser sind Biolebensmittel aus der Region. Die Bezirksblätter haben den Bezirk dem Bio-Check unterzogen und einen Biobauern besucht.Herbert Schleinzer führt seit 27 Jahren einen Biobetrieb in Unterretzbach, seine Frau Renate unterstützt ihn bei der Buchhaltung. „Ich war der erste Biolandwirt in Unterretzbach. In den ersten Jahren habe ich schon mein Lehrgeld bezahlen müssen, heute sind die technischen Hilfen zur Unkrautregulierung sehr gut entwickelt“, resümiert Schleinzer. Biologisch bewirtschaftet werden 32 ha Weingärten und 65 ha mit landwirtschaftlichen Produkten wie Getreide, Kürbis oder Soja. Die Erzeugnisse sind gefragt, allerdings muss der Biobauer rund 50.000 km pro Jahr mit dem LKW zurücklegen, um seine Kunden in München, Tirol oder Oberösterreich zu bedienen. Im Bezirk Hollabrunn liegt der Anteil der Bio-Betriebe und der bewirtschafteten Fläche bei etwa 14-15 Prozent. Der Landesdurchschnitt erreicht in NÖ 20 Prozent.
„Die Produktpalette setzt sich aus den traditionellen Erzeugnissen des Weinviertels zusammen: Getreide, Mais, Kürbis, Wein und auch Soja“, weiß BBK-Obmann Fritz Schechtner zu berichten. Nicht nur die Produktion von Biolebensmitteln steigt kontinuierlich an, auch der Absatz wächst teilweise sogar zweistellig. „Das Land NÖ nimmt rund 400.000 Euro in die Hand, um die Umstellungs- und Förderberatung weiter anzubieten und um Qualitätssteigerungen speziell bei Bio-Fleisch zu ermöglichen“, so LH-Stv. Stephan Pernkopf.

Zur Sache:

Biobetriebe im Bezirk Hollabrunn: 186, z. B. Martina Niedermayer, 2020 Aspersdorf; Wilfried Gehringer, 2042 Guntersdorf; Herbert Blaich, 3712 Eggendorf am Walde; Bioweingut Gerald Milanovich-Hörmann, 2024 Mailberg; Bioimker Walter Böck, 2051 Zellerndorf u. v. m.
Landwirtschaftliche Fläche von Biobetrieben (ohne Alm) im Bezirk Hollabrunn: 9.238 ha - Quelle: Invekos-Daten nach GeDaBa (AWI)
Produktionswert bäuerliche Bio-Betriebe in NÖ: rund 2,2 Mrd. Euro, ist ein Drittel der gesamten landwirtschaftlichen Produktion in Ö
Bio-Betriebe in NÖ: 20 %, 5.280 Betriebe
Landwirtschaftliche Flächen von Biobetrieben in NÖ (ohne Alm): 176.150 ha
BIOS Bio-Greißlerei in Hollabrunn: geführt von Jasmin Schichta in der Fußgängerzone Hollabrunn
0
Weitere Beiträge zu den Themen
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.