30.05.2017, 10:30 Uhr

Preisanstieg nur in 4 Gemeinden

Im Gegensatz zu anderen Weinviertler Bezirken gibt es im bezirk Hollabrunn immer noch sehr preisgünstige Grundstücke. Foto: Bezirksblätter

Nach einer „Gewinn“-Studie gibt es nur vier Gemeinden, in denen die Grundpreise gestiegen sind.

BEZIRK (ae). Die Zeitschrift „Gewinn“ untersucht regelmäßig die Entwicklung der Grundpreise, die in großen Teilen des Landes von Jahr zu Jahr steigen. Im Bezirk Hollabrunn ist die Entwicklung laut „Gewinn“ aber weit weniger dynamisch. In 20 Gemeinden sind die Preise für Baugrund übers Jahr gleich geblieben, nur in vier sind sie gestiegen: In Grabern, Heldenberg, Hollabrunn und Retz.

Anziehende Grundpreise

Herbert Leeb, Graberns Bürgermeister, sieht den Grund für die anziehenden Preise - derzeit bis 29 Euro pro m², vor wenigen Jahren noch 15 Euro - vor allem im Zuzug in seine Gemeinde. „Wir hatten im Vorjahr eine Steigerung bei den Einwohnern um 5% und der Zuzug wird noch weitergehen. Bei uns passt alles gut, von der Infrastruktur bis zur Kinderbetreuung.“ Die Grundstück-Höchstpreise wurden in Grabern übrigens mit 29 Euro fixiert, was auch noch für die nächste Aufschließungsphase gelten wird.

Preise werden weiter steigen

Schon deutlich mehr, nämlich 55 Euro, müssen Interessenten für ein Baugrundstück im neuen Retzer Siedlungsgebiet anlegen. Und sie tun es offensichtlich auch. „20 der 40 Parzellen sind schon vergeben“, sagt Stadtamtsdirektor Andreas Sedlmayer, der sich über Bevölkerungszuwächse freut. Und die Grundpreise dürften in der Weinstadt weiter zunehmen: In besonders guten Lagen werden schon jetzt bis 100 Euro pro m² bezahlt.

Ungebrochener Zuzug

Heldenberg und Hollabrunn profitieren von ungebrochenem Zuzug, wobei in Heldenberg bis zu 35 Euro bezahlt werden. In der Bezirkshauptstadt kosten gute Lagen schon 140 Euro. Am anderen Ende der „Gewinn“-Statistik liegt Zellerndorf mit 8 bis 12 Euro für den Quadratmeter Baugrund. Amtsleiter Franz Tröthan dazu: „In den kleinen Katastralgemeinden ist der Grund noch so billig, in Zellerndorf und Platt, wo es Bahnanbindung gibt, kostet er derzeit 12 Euro pro m² und es sind im Vorjahr etliche Parzellen verkauft worden.“
Aber es wird wahrscheinlich nicht mehr lange bei den Diskontpreisen bleiben, meint Tröthan: „Wenn die bestehenden Flächen verkauft sind und die Nachfage weiter steigt, werden die Grundeigentümer in Zukunft eher mehr verlangen.“

Zur Sache:
Grundpreise im Bezirk 2016
in Euro pro Quadratmeter, Quelle „Gewinn“
Alberndorf 16–30
Göllersdorf 47–65
Grabern 26–29
Guntersdorf 21–29
Hadres 15–29
Hardegg 10–15
Haugsdorf 14–19
Heldenberg 30–35
Hohenwarth-Mühlb. 24–32
Hollabrunn 80–140
Mailberg 12–17
Maissau 30–35
Nappers-Kammersd. 10–20
Pernersdorf 19–26
Pulkau 15–21
Ravelsbach 22–24
Retz 45–100
Retzbach 10–16
Schrattenthal 12–14
Seefeld-Kadolz 10–12
Sitzendorf 16–18
Wullersdorf 16–30
Zellerndorf 8–12
Ziersdorf 17–42
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