13.10.2014, 07:05 Uhr

Rekordzahl bei den Arbeitslosen

AMS-Chef Josef Mukstadt ist besorgt über die Entwicklung am Abeitsmarkt.Foto: Archiv

Im Bezirk Hollabrunn wurde der Höchststand der letzten 25 Jahre erreicht.

BEZIRK (ae). Den ganzen Sommer über stieg die Arbeitslosigkeit im Bezirk Hollabrunn stark an. Im Juli betrug die Zunahme an Arbeitssuchenden gegenüber dem Vorjahr 15 Prozent, im August waren es 16,7 Prozent, und für die letzten Tage im September hat AMS-Hollabrunn-Chef Josef Mukstadt auch kein gutes Gefühl: „Ich fürchte, wir bleiben im September in der gleichen Liga wie in den Sommermonaten. Der Arbeitsmarkt wird sich so schnell nicht stabilisieren.“

Hoher Arbeitslosenstand

Derzeit gibt es 1.200 gemeldete Arbeitslose beim Arbeitsmarktservice Hollabrunn, und Mukstadt rechnet damit, dass die Zahl saisonbedingt gegen Jahresende auf über 1.800 ansteigen könnte.
„Ich hoffe nicht, dass wir die 2.000-er-Marke erreichen“, wünscht sich der AMS-Chef, der jetzt schon mit Zahlen der Superlative konfrontiert ist.
Einen so hohen Stand an Beschäftigungslosen haben wir seit 25 Jahren nicht mehr gehabt.“ Die Zunahme an Menschen ohne Beschäftigung ist im Bezirk allerdings zum größten Teil kein hausgemachtes Problem, sondern ein importiertes, weil sehr viele nach Wien oder andere Regionen zur Arbeit pendeln. Werden dort Jobs abgebaut, schlägt sich das aber in der Statistik der Wohnsitzgemeinde nieder. Ein weiterer Grund für Mukstadt ist die schwache Konjunktur in der Baubranche.

Verbesserung nicht in Sicht

An eine deutliche Besserung der Arbeitsmarktlage in absehbarer Zeit glaubt Mukstadt nicht: „Die aktuellen Wirtschaftsprognosen zeigen nur schwaches Wachstum. Es ist auch nächstes Jahr kein Turn-around in Sicht, ich erwarte aber, dass die Zunahme an Arbeitslosen 2015 nicht mehr so stark wie heuer sein wird. Mittelfristig könnte sich ein Trend ankündigen, dass sich die Wirtschaft wieder stärker erholt.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.