12.09.2014, 10:31 Uhr

Schlechte Noten für den Bezirk

Hollabrunn rangiert in der Lebensqualität auf dem nicht besonders attraktiven Platz 88.Foto: Archiv

Das Wirtschaftsmagazin „trend“ veröffentlichte Studie über Lebensqualität in allen 117 Bezirken Österreichs.

BEZIRK (ae). Im Wirtschaftsmagazin „trend“ vom 28. Juli wurde ein Ranking aller österreichischen Bezirke aufgestellt, was deren Lebensqualität für die Bewohner betrifft. Basis war ein aus 16 Kriterien zusammengestellter Katalog, nach dem die einzelnen Bezirke nach dem Schulnotenprinzip bewertet wurden.
Gar nicht gut dabei ist der Bezirk Hollabrunn mit dem 88. Platz und der Gesamtnote 3,38 davongekommen. Er liegt damit an gleicher Stelle im Ranking wie die Wiener Bezirke 5, 10 und 12, was nicht sehr schmeichelhaft ist. Das Ergebnis ist auch deshalb schmerzlich, weil alle Nachbarbezirke weit besser abgeschnitten haben. Korneuburg zum Beispiel belegt den ausgezeichneten 16. Platz. An 19. Stelle folgt Tulln, und auch Horn und Mistelbach halten sich ex aequo mit Platz 29 im vorderen Drittel der Tabelle auf. Richard Hogl, Landtagsabgeordneter des Bezirks Hollabrunn, sieht die Hauptgründe für das schlechte Abschneiden in der fehlenden Infrastruktur.

Pendlerbezirk Hollabrunn

„Wir sind straßenmäßig viel zu schlecht erschlossen. Daher siedeln sich auch nicht die erforderlichen Firmen an, um ausreichend Arbeitsplätze zu schaffen, und wir können die Betriebe ja nicht einfach herzaubern. Wir schwappen vom Agrarbezirk zum Pendlerbezirk um.“ Hogl sieht sich in seinen Argumenten auch vom guten Abschneiden von Nachbarbezirken bestätigt. „Horn ist verkehrsmäßig gut erschlossen, und der Bezirk Mistelbach hat Wolkersdorf und dort eine Autobahnanbindung.“ Klar, dass der Landespolitiker in diesem Zusammenhang auch wieder auf den überfälligen Bau der S 3 zu sprechen kommt. „Wir brauchen den Anschluss an die Wirtschaftsräume um Wien und um St. Pölten, damit bei uns Betriebsgebiete erschlossen werden können.“

Leistungsfähige Anbindung

Wobei Hogl mit dem Bau der S 3 alleine seine Forderung noch lange nicht erfüllt sieht. Er verlangt darüber hinaus auch eine leistungsfähige Anbindung nach Westen. „Wir brauchen auch dringend eine Spange von der S 3 zur B 4 und dann über die Traisenbrücke nach St. Pölten. Wichtig ist, dass wir jetzt d`ranbleiben.“
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