Disziplin ist Erni Mangolds Jungbrunnen

Regelmäßiges Training ist für Erni Mangold wichtig.
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Mit ihren 86 Jahren steht Kammerschauspielerin Professor Erni Mangold nach wie vor regelmäßig auf der Bühne oder vor der Filmkamera. Sie besitzt eine erstaunlich gute Muskulatur und eine außerordentliche körperliche Verfassung. Bei einem kürzlich stattgefundenen Gesundheitskongress im AKH Wien zum Thema „Älter werden“ war Erni Mangold als Paradebeispiel für Fitness im Alter als Referentin eingeladen. Dabei ist ihr Geheimrezept für ihre körperliche Leistungsfähigkeit im Grunde gar keines: „Der Mensch ist für sich selbst verantwortlich, wie er sich ernährt, welchen Sport er betreibt, wie gesund er lebt.“ Der kleinen Erni wurde von ihrem Vater schon früh eine vernünftige und bewusste Einstellung zum Essen mitgegeben. Noch heute ernährt sich die Schauspielerin nach diesen Grundsätzen, vermeidet Weißbrot, Zucker im Allgemeinen - höchstens alle 14 Tage mal eine Bitterschokolade - und in heißem Fett Gebackenes. Obwohl sie alleine lebt kocht sie regelmäßig selbst, sehr gerne Fisch und kurz gedünstetes Gemüse. Essensreste werden nicht weggeworfen sondern zu anderen Speisen weiterverarbeitet. Als Genussmensch trinkt sie auch gerne ein Achterl Wein, mit dem Rauchen hat Erni Mangold vor knapp 20 Jahren von einem auf den anderen Tag aufgehört und ist sehr froh, dass vom 50-jährigen Zigarettenkonsum keine Organe geschädigt wurden. Das Trinken von zwei bis drei Liter Wasser täglich ist für Mangold ebenso wichtig, wie das regelmäßige körperliche Training. Zwei Stunden pro Woche absolviert sie ein Krafttraining im La Pura in Gars/Kamp und erntet beim Stemmen der Drei-Kilo-Hanteln neidvolle Blicke von 40-Jährigen. Für den Muskelaufbau und -erhalt der Beine, Arme und des Rückens macht sie sehr diszipliniert und am liebsten vormittags ihre Turnübungen. Die zwei Hüftoperationen merkt man Erni Mangold nicht an, da sie bereits im Bett - trotz Schmerzen - mit Turnübungen begonnen hat und dadurch nach zwei Tagen ohne Krücken gehen konnte. Sie sieht bei vielen älteren Menschen nach einer Krankheit oft den fatalen Fehler, dass diese sich zu sehr schonen: „Eine Heilung dauert länger, wenn man sich nur hinlegt und nichts tut. Schonen heißt für mich, nur ein bißchen weniger zu machen. Mit Turnen habe ich ohne Schmerztabletten alle Leiden wegbekommen. Nach einem Sehnenriss in der Schulter trainierte ich anfangs statt mit einer Drei-Kilo-Hantel eben nur mit einem halben Kilo.“ Die geistige Fitness bewahrt sich Erni Mangold mit dem Lernen der Texte. Sie liebt ihren Beruf nach wie vor und hat dabei gerne Menschen um sich. Andererseits genießt sie es, in ihrem Häuschen in Wolfshoferamt alleine zu leben, wo sie sich gut entspannen kann: „Andere bezeichnen es als meditieren, aber ich kann wunderbar abschalten, wenn ich einfach nur auf die Wiese oder in den Wald glotze“. Nach 20-jähriger Ehe mit einem Schauspielkollegen und der Scheidung mit 48 Jahren kam eine weitere Heirat für Erni Mangold nicht mehr in Frage, dennoch hat sie das Thema Männer erst endgültig mit 81 Jahren abgehakt.

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