140 statt 130 auf Autobahnen: Was sagen Bezirksblätter-Leser dazu?

Erich Nendwich: pro Geschwindigkeitserhöhung, wo es sinnvoll ist.
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BEZIRK. Österreichs neuer Infrastrukturminister Norbert Hofer will beim Verkehr einiges ändern. Diskutiert wird vor allem Hofers Idee, die Höchstgeschwindigkeit auf österreichischen Autobahnen anzuheben. "Wir versuchen einfach Maßnahmen zu setzen, den Verkehr flüssiger zu gestalten, das aber verantwortungsvoll und vorsichtig", so Minister Norbert Hofer.
Deshalb plant er möglichst bald einen Testbetrieb mit 140 km/h. Die Bezirksblätter haben schon getestet. Wir sind die A22, Wien Stadtgrenze-Korneuburg mit exakt 130 km/h abgefahren und haben dabei gezählt, wie oft wir überholt wurden. Ergebnis: 6 Mal.

Tempolimit erhöhen?
Meinungen von Politikern, Pendlern und Umweltschützern.

Bei regionalen Politikern findet die Idee, das Tempolimit für Autobahnen auf 140 km/h zu erhöhen, durchaus Anklang.
Für Roland Colleselli (FPÖ, Bezirksbehindertensprecher) ist eine Umsetzung vorstellbar, und zwar „auf dreispurigen Autobahnen bei guter Sicht und nur auf ausgewählten Strecken.“
Erich Nendwich (ÖVP, Vizebürgermeister Gemeinde Meiseldorf) äußert sich ebenfalls PRO Geschwindigkeitserhöhung: „Aber nicht generell, nur wo dieses nach einer entsprechenden Erhebung sicherheitstechnisch möglich und sinnvoll ist.“
Auf der anderen Seite gibt es auch Leute, für die das Auto sowieso keine Alternative zu Zug, Bus und Co. darstellt. So der Pendler Alexander Ebner (35, Maria Dreieichen), der regelmäßig Öffis nutzt. „Ich muss mich nicht auf den Verkehr konzentrieren. In den Städten muss ich mir keinen Parkplatz suchen und kann keine Strafzettel kassieren“, resümiert er.
Auch die Studentin Ines Stiermeier (21) steht einer Tempoerhöhung kritisch gegenüber: „Vor allem wegen der zusätzlichen Umweltbelastung. Der Schadstoffausstoß würde laut TU Graz im Vergleich zu 130 km/h um 21% steigen.“
KontrInsp. Herbert Katholnig: "Wir haben keine Autobahn, für uns stellt sich die Frage nicht. Privat schlagen diesbezüglich mehrere Herzen in meiner Brust."

Zur Frage der Verkehrssicherheit

Hofer: „Wir haben viele Gespräche mit der Asfinag geführt, die Telematik ist auf 700 Kilometern ausgebaut. Das ist ja keine fixe Geschwindigkeitsbeschränkung, aber wenn jetzt z.B. bestes Wetter wäre, die Spuren frei sind, wenig Verkehr, dann könnte man leicht auf 140 km/h anheben."

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