Abt gegen Bischof: Disput um Buddha

Abt Christian Haidinger

Der geplante Bau des europaweit größten Weltfriedensdenkmals löste einige Debatten aus.
¶Bei dem Gebäude handelt es sich um eine buddhistische Stupa mit angeschlossenem buddhistischen Zentrum. Auf Grund sehr unterschiedlicher Meinungen zu diesem Thema wird nun eine Volksbefragung abgehalten. Davor wird am 20. Jänner um 19 Uhr eine Diskussion im Stadtsaal in Gföhl stattfinden.
Abt Haidinger aus Stift Altenburg betont das 2. Vatikanische Konzil, das über das Verhältnis der Kirche zu den nicht christlichen Religionen klar und eindeutig den interreligiösen Dialog einfordert. „Wir müssen mehr von einander wissen, wir müssen in einen ehrlichen Dialog miteinander eintreten, damit wir uns gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einsetzen können. Das ist also die katholische Position, wie sie beim letzten Konzil von 62-65 dargelegt worden ist“, sagt Abt Haidinger, um Herrn Stadtler zu widerlegen, der mit seiner Aussage: „Als Katholik lass ich mir nicht bieten, dass dort ein Götzentempel gebaut wird“, Aufsehen erregt hat.

Der Garten der Religionen
Außerdem verweist er auf den Garten der Religionen in Altenburg, der nichts anderes ist, als eine Übersetzung der Botschaft dieses Dokuments in die Gartensprache. „Wir fühlen uns in besonderer Weise verpflichtet, ein bisschen was für diesen interreligiösen Dialog beizutragen. „Wir haben auch schon ein paar Mal buddhistische Mönche bei uns als Gast gehabt. Da kann ich zwar nicht sagen, dass das ein großer Dialog war, aber ein Kontakt.“

„Summer university“
Weiters erzählt er von den Erfolgen der „summer university“: „Wir haben uns gerade durch die summer university im christlich-muslimischen Dialog sehr, sehr engagiert die letzten Jahre. Das Miteinander in unserem katholischen Kloster war absolut kein Problem. Es störte niemanden, wenn da muslimische Frauen mit Kopfbedeckung für drei Wochen im Kloster waren.“

Zur „Gföhl-Debatte“
Abt Haidinger will sich eigentlich nicht dabei einmischen, wie die Gföhler mit dem Ansinnen umgehen. „Mir ist schon klar, dass es da verschiedene Meinungen gibt, aber es sind eben leider doch nur die Stimmen laut geworden, die von der Würde anderer Menschen, anderer Religionen und somit von diesem Dokument der Religionsfreiheit, das auch vom 2. vatikanischen Konzil verabschiedet worden ist, nichts mehr wissen wollen“, so Haidinger.

Die Volksabstimmung
Als besonders wichtig empfindet er, dass bei einer Volksabstimmung wirklich objektive Informationen weitergegeben werden. Auf Grund dessen hat er sich bereit erklärt, bei der Diskussion am 20. Jänner im Stadtsaal Gföhl vor dieser Volksabstimmung, teilzunehmen.
„Ich bin gern bereit da mitzumachen, aber mich in die lokale Situation einzumischen, nicht“, betont der Altenburger Abt.
Abschließend wiederholt er, dass die Aussage des Herrn Stadler nicht katholisch ist und er, da er eben genau solche Aussagen nicht so stehen lassen will, bei der Diskussion teilnehmen wird.

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