Alle Patienten sind versorgt - trotz Pandemie!

BEZIRK HORN. Zur Eindämmung der Pandemie sind Ärzte in Ordination und Krankenhaus aufgerufen, nicht dringend notwendigen Behandlungen aufzuschieben. Doch die bisher behandelten Erkrankungen bestehen auch während der Pandemie weiter. Es ist daher wichtig, das Gesundheitssystem und die Versorgung der Bevölkerung trotz der Pandemie sicherzustellen. Die Ärzte im Bezirk Horn stellen sich dieser Herausforderung.

Besondere Schutzmaßnahmen nötig

Da jeder Patient theoretisch eine Coronavirus -Infektion haben kann, sind besondere Schutzmaßnahmen nötig, um andere Patienten, unsere Mitarbeiter und uns selbst zu schützen. Die dafür benötigte Schutzausrüstung ist im großen Stil noch nicht erhältlich. Es gibt jedoch eine Reihe von Maßnahmen, die diesen Mangel zumindest vorerst abfedern. In den niedergelassenen Ordinationen wurden Vorkehrungen getroffen, die die Sicherheit der Patienten weiterhin gewährleisten. Hier hat sich die Vernetzung und gegenseitige Hilfestellung der Ärzte des Bezirkes förderlich erwiesen.

Um den Patientenkontakt zu minimieren wurden von den Krankenkassen einige bürokratische Hürden erleichtert: In Kooperation mit den Apotheken können wir Rezepte ohne Patientenkontakt ausstellen, die Medikamente können dann von gesunden, jüngeren Personen von den Apotheken und ärztlichen Hausapotheken abgeholt werden. Patienten haben die Möglichkeit uns telefonisch zu konsultieren, auch Krankschreibungen können telefonisch veranlasst werden.
Es sollten nur Patienten den Arzt aufsuchen, die eine ärztliche Betreuung wirklich dringend brauchen.

Ziel ist es, ein Szenario wie in Italien zu vermeiden

Alle bisher getroffenen Maßnahmen zielen darauf ab, die Ausbreitung des Virus in Österreich zu verlangsamen und so einen Kollaps des Gesundheitssystems insbesondere der verfügbaren Beatmungseinheiten zu verhindern. Ziel ist es, ein Szenario wie in Italien zu vermeiden.
Mit einer derartigen Situation wurden wir bis jetzt noch nie konfrontiert. Wir lernen jeden Tag mit neuen Informationen, neuen Fragestellungen, neuen Notwendigkeiten umzugehen. Es ist erfreulich, wie gut das bewältigt wird. Ich bin optimistisch, dass, sobald es mehr Tests gibt, sobald wir in absehbarer Zeit ein Medikamente gegen Covid-19 zur Verfügung haben und sobald wir gesellschaftlich gelernt haben, unsere Gewohnheiten an die neuen Gegebenheiten anzupassen, wir in eine neue Normalität zurückkehren, in der sich gesundheitliche, aber auch wirtschaftliche Sorgen auflösen.

Wenn wir genauer wissen für wen diese Pandemie gefährlich ist und jene Mitmenschen schützen lernen, werden wir verhältnismäßig rasch diese Krise überwinden. Panik ist jedenfalls nicht angebracht, aber man muss die Erkrankung ernst nehmen.

Die aktuelle Situation zeigt, wie gut alle Akteure zusammenspielen, wenn Bundes- und Landesregierung mit einem kompetenten Beraterstab notwendige Entscheidungen treffen und alle im Gesundheitswesen beteiligten Stellen wie Kliniken, Ordinationen, Krankenkassen und Ärztekammer kooperieren und die Abläufe koordinieren. Für den Bezirk Horn danke ich als Bezirksärztevertreter der ausgesprochen guten Zusammenarbeit und gegenseitigen Hilfestellung der niedergelassenen Ärzte des Bezirkes, die gerade in dieser schwierigen Zeit besonders gut funktioniert und hier vor allem den Allgemeinmedizinern, Dr. Gerald Wunderer (Dank für die digitale Vernetzung der Ärzte), Dr. Bettina Brtna, Dr. Harald und Dr. Birgit Dollensky, Dr. Andjela Erstic, Dr. Beate Fidesser-Metzger, Dr. Renate Göschl, Dr. Anita Greilinger, MR Dr. Jäger und Dr. Weinlich, Dr. Ulrike Kirchweger, Dr. Johann Leeb, Dr. Reinhard Lehninger, Dr. Margeta und Dr. Heger, Dr. Peter Mies, Dr. Helga Mühlöcker, Dr. Anita Naar, Dr. Claudia Saller, MR Dr. Erna Schleritzko, Dr. Irmgard Schnabl, Dr. Heidelinde Schuberth, Dr. Christian Tueni, Dr. Weghofer und Dr. Samek, Dr. David Zandl und den niedergelassenen Fachärzten Dr. Barbara Beckmann, Dr. Andreas Bösel, MR Dr. Eleonora Brandl, Dr. Heinz Eggenbauer, Dr. Ingrid Forster, Dr. Jürgen Heger, Dr. Martin Kail, Univ. Doz. DDr. Norbert Loimer, Dr. Robert Lothaller, Dr. Christian Margeta, Dr. Dieter Tschoner, herzlichen Dank den Wahlärzten des Bezirkes und besonderen Dank den Ärzten des Klinikums und deren Leiter, Univ.Prof.Prim.Dr.Martin Breitenseher.

Damit wir in der Zeit des Mangels an Schutzbehelfen die Arbeit dennoch aufrecht erhalten können möchte ich mich an dieser Stelle für die Unterstützung beim Bezirkshauptmann Herrn HR Mag. Johannes Kranner, Bgm LAbg Jürgen Maier, der Leitung des Landesklinikums Horn, den Bürgermeistern des Bezirkes, dem Roten Kreuz, den Pflegekräften der Heimbetreuung. der freiwilligen Feuerwehr und den Firmen Leidenfrost-pool GmbH Eggenburg, Hausservice Sigi Horn bedanken.
MR Dr. Gerald Oppeck (Bezirksärztevertreter)

Wer ist besonders gefährdet?

Personen ab 65 oder 70 Jahren und für Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herz- und Lungenerkrankungen oder einer Immunschwäche, Raucher.
Wie kann ich andere und mich schützen? Was muss ich im Alltag beachten?
Mindestabstand 1 Meter (je weiter der Abstand desto besser), Schutzmasken überall dort, wo Menschen unweigerlich zusammenkommen. Hände waschen mit Seife, Hände desinfizieren, Berühren Sie nicht Augen, Nase, Mund.
Ich fühle mich krank, wie komme ich zu ärztlicher Hilfe?
Die meisten Hausärzte und niedergelassenen Fachärzte haben auf der Homepage oder im Anrufbeantworter die aktuelle Erreichbarkeit angegeben. Bitte informieren Sie sich vor dem Aufsuchen der Ordination.

Ich bin beim Arzt, wie soll ich mich verhalten?

Bitte tragen Sie eine Schutzmaske, halten Sie Abstand – gegenüber anderen Patienten, gegenüber Mitarbeiter und bei der Anmeldung. Wir sind in den Ordinationen bemüht Patientenkontakte untereinander zu vermeiden.
Habe ich eine Coronavirus-Erkrankung? Wie muss ich vorgehen?
Zu Hause zu bleiben und die Gesundheitsnummer 1450 zu rufen. Erhärtet sich der Verdacht, wird ein Team kommen, das einen Abstrich macht. Für allgemeine Informationen rufen Sie 0800 555 621.
Typische Beschwerden bei der Coronavirus Erkrankung sind Husten, Fieber, Atemnot.
Schnupfen spricht nicht für eine Coronavirus Erkrankung.

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