Landesgericht Krems
Betrug: 23-jähriger Rückfalltäter muss 28 Monate in Haft

Der Beschuldigte am Kremser Landesgericht.
  • Der Beschuldigte am Kremser Landesgericht.
  • Foto: Kurt Berger
  • hochgeladen von Kurt Berger

Der junge vierfach vorbestrafte Mann aus dem Bezirk Horn machte am Landesgericht Krems Bekanntschaft mit der Härte der Justiz. Die Staatsanwaltschaft warf ihm schweren gewerbsmäßigen Betrug vor.

Mobilfunkverträge

Die Fakten: Im Zeitraum von August 2018 bis Jänner 2019 hatte der Rückfalltäter einen Freund dazu überredet, bei Mobilfunkanbietern fünf Verträge auf dessen Namen abzuschließen und ihm die Handys und ein Tablet dann zu überlassen. Der mehr als Blauäugige tat dies unter der Annahme, dass ihm die anfallenden monatlichen Kosten auf sein Konto überwiesen würden.

Handys verkauft

Dies geschah natürlich nicht. Im Gegenteil. Der Beschuldigte verhökerte die iPhones. Dem nicht genug, bot er die Mobiltelefone bei einer Internetplattform zum Verkauf an, kassierte von mehreren Kaufwilligen Beträge von zirka 300 und 400 Euro je Handy, schickte diese jedoch nie an die Käufer weiter.
Vor Gericht sagte der Angeklagte, dass er die Geräte gemeinsam mit dem Freund verkauft hätte und sie den Erlös geteilt hätten. Deshalb sei die Forderung von 6860 Euro des Geschädigten nicht gerechtfertigt.

Auf Kosten sitzen geblieben

Der geschädigte Freund bestritt vor Gericht bei seiner Zeugenaussage allerdings, mit dem Beschuldigten die Verkäufe getätigt zu haben. Es sei so, dass er auf den Ausgaben sitzen geblieben sei und immer noch die Kosten der Verträge mit 24 Monaten Laufzeit zu berappen habe.

Spielsucht

Der Angeklagte sagte bei seinem Schlusswort, dass alle seine Straftaten seiner Spielsucht geschuldet seien. Nach einem komplizierten Rechenmanöver der Richterin, um die tatsächliche Schadenssumme festzustellen, wurde der 23-Jährige zu 18 Monaten Haft verurteilt. Dazu kommt der Widerruf von 10 Monaten bedingter Haft aus einer Vorverurteilung. Der junge Mann muss somit insgesamt 28 Monate einsitzen. Zusätzlich muss er an den Betrogenen 6860 Euro zurückzahlen. An die Geprellten der Internetplattform kleinere Beträge mit einer Gesamtsumme von ungefähr 1000 Euro. Der Verurteilte nahm sich drei Tage Bedenkzeit. Die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab. Nicht rechtskräftig. –Kurt Berger

Autor:

Kurt Berger aus Krems

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