Gift-Anschlag mit Liebesbotschaft: Antrag auf Wiederaufnahme

Der Verurteilte Helmut Osberger stellte am 24.10.2018 beim Landesgericht Krems an der Donau einen Antrag auf Wiederaufnahme des Strafverfahrens. Herr Osberger wird durch seinen Anwalt Dr. Wolfgang Blaschitz vertreten.
Helmut Osberger stützt sich in seinem Antrag auf neue Beweismittel, und zwar zwei neue Gutachten. Diese beschäftigen sich mit der Frage betreffend der Menge des Strychnins im Hohlraum einer „Mon Chérie“-Praline.
In weiterer Folge hat ein Senat, bestehend aus drei Richtern, zu entscheiden, ob der Wiederaufnahmeantrag neue, geeignete Beweismittel enthält, die in Verbindung mit den früher erhobenen Beweisen geeignet sind, einen Freispruch oder eine mildere Verurteilung zu begründen.
Wird diese Frage bejaht und die Wiederaufnahme des Strafverfahrens bewilligt, kommt es zu einer neuerlichen Durchführung des Strafverfahrens. Werden neue, geeignete Beweismittel durch den 3–Richter–Senat verneint, kommt es zu einer Abweisung des Wiederaufnahmeantrages.

Rückblick

Opfer Hannes Hirtzberger, Bürgermeister von Spitz, wurde im Jahr 2008 durch eine mit Strychnin präparierte Praline  (Mon Chérie) heimtückisch vergiftet. Das Gift war in einer Praline, die Hirtzberger auf seinem Auto fand - der Text auf der Grußkarte daneben war verführerisch und bewundernd verfasst.
Hannes Hirtzberger zeigte die Praline mit der eindeutig entzückenden Botschaft am Abend stolz seiner Frau.
Am nächsten Tag, am Weg zu einem Termin, aß er diese Praline. Auf der Fahrt nach Krems musste er mit seinem Auto stehenbleiben, weil ihm so schlecht war. Passanten wollten helfen - er brach zusammen, rang wochenlang mit dem Tod und liegt seither im Wachkoma.
Der Fall ging als Mon Chérie-Pralinen Mordanschlag durch die Medien.
Zwischen Helmut Osberger und Hannes Hirtzberger soll es Unstimmigkeiten wegen einer Umwidmung eines Grundstückes gegeben haben.

Helmut Osberger wurde angeklagt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Er beteuerte beim Prozess seine Unschuld.
Jetzt wurde ein Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens eingebracht.

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