Eine junge Mama erzählt
Hausgeburt in Corona-Zeiten

Julia würde sich wieder für eine Hausgeburt entscheiden
  • Julia würde sich wieder für eine Hausgeburt entscheiden
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Kerstin Höfler

Der Erfahrungsbericht einer jungen Mutter

Voraussetzung für eine Hausgeburt ist, dass Mutter und Kind gesund und die Schwangerschaft ohne Komplikationen verlaufen ist. In Österreich machen Hausgeburten im Vergleich zu Geburten im Spital einen verschwindend geringen Teil aus.

Julia Zach (30) aus Gars am Kamp hat sich aufgrund der Corona-Lage für eine Hausgeburt entschieden. Sie erzählt: „Vor Corona wäre ich nie auf den Gedanken gekommen. Das Wissen über Hausgeburten und die Einstellung dazu sind in der Gesellschaft allgemein sehr einseitig. Ich glaube, das liegt aber nur am mangelnden Wissen darüber. Corona hat uns sehr kurzfristig zur Entscheidung für eine Hausgeburt geführt. Es war dann die einzige Option, die wir wollten. Für mich kam eine Geburt ohne Beisein des Papas nie in Frage, das ist für eine Familie und Partnerschaft ein viel zu wichtiges Ereignis. Furchtbare Vorstellung, hätte er gleich wieder fahren müssen, eine Stunde nachdem ich das Zimmer bezogen hätte und die Kleine erst beim Abholen gesehen. Vor allem weil heutzutage so viel gepredigt wird, wie wichtig die körperliche Nähe und der Geruch von Mama und Papa sind.“

Die strikten Regelungen für Besuche in Krankenhäusern und die teilweise kurzfristigen Ankündigung der staatlichen Maßnahmen haben auch viele Spitäler selbst vor große Herausforderungen gestellt. „Gegen diese Auflagen konnte ja auch das lokale Krankenhaus-Team nichts tun, sie wussten ja auch nicht, welche Auflagen tagtäglich neu daherkommen“, findet die frischgebackene Mama, „Vor Corona hatte ich mich dort nämlich super wohl und in guten Händen gefühlt, deshalb auch kein Gedanke an eine Hausgeburt.“

Aufgrund der instabilen Corona-Situation hat sich Julia mehr Stabilität für ihr Baby gewünscht und schließlich eben doch für eine Hausgeburt entschieden. „Es fühlte sich nie nach einer mutigen Entscheidung an, es gab mir einfach ein sicheres Gefühl. Zuhause alles vorbereiten zu können, die Räumlichkeiten und Begebenheiten zu kennen, zu wissen, dass mein Partner sicher dabei sein kann. Falls wirklich etwas schiefgegangen wäre, hätten wir innerhalb von 10 Minuten im Krankenhaus sein können.“

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