Heimatbuch von Breiteneich in Vorbereitung

Ansichtskarte von Breiteneich um 1900: Damals floss der Stockgrabenbach noch offen durch den Ort (links); Ochsen-Fuhrwerke waren unterwegs…
  • Ansichtskarte von Breiteneich um 1900: Damals floss der Stockgrabenbach noch offen durch den Ort (links); Ochsen-Fuhrwerke waren unterwegs…
  • Foto: Sammlung Erich Rabl, Horn
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Dr. Erich Rabl arbeitet an einem umfassenden Buch

Seit einigen Jahren ist ein umfangreiches „Heimatbuch von Breiteneich“ in Vorbereitung. Initiator des Projekts ist Ortsvorsteher Alois Burger und der 2003 gegründete Dorferneuerungsverein. Auftraggeber des Heimatbuches ist der Dorferneuerungsverein in Breiteneich unter Obmann Josef Amon. Mit der Ausarbeitung des Heimatbuches wurde der Horner Historiker Erich Rabl beauftragt. Er hat schon viele Publikationen über Horn verfasst und betreut das Stadtarchiv Horn. Er suchte für das Buch verschiedene Archive (NÖ Landesarchiv und Diözesanarchiv in St. Pölten, Österreichisches Staatsarchiv in Wien) und Bibliotheken (Österreichische Nationalbibliothek in Wien, NÖ Landesbibliothek in St. Pölten) auf. Er fand in den Bibliotheken auch viele Zeitungsberichte über Breiteneich. Im Stadtarchiv Horn bilden die Unterlagen der Gemeinde Breiteneich eine wichtige Grundlage für die Geschichte Breiteneichs. Besonders wertvoll ist auch die zweibändige Chronik der ehemaligen Volksschule Breiteneich. Eine Reihe von Bewohnern Breiteneichs stellte sich für Gespräche zur Verfügung und gab Auskunft über frühere Ereignisse.

Vom 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart

Es ist geplant, die Entwicklung des Ortes vom 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart darzustellen. Der 400-Einwohnerort hat, was in kleinen Orten nur selten vorkommt, zwei Schlösser, ein Altes und ein Neues Schloss. Das Alte Schloss Breiteneich zählt zu den frühen, bemerkenswerten Renaissance-Schlössern Niederösterreichs. Im Buch werden nicht nur die beiden Schlösser und die Kapelle, sondern auch die Kleindenkmäler ausführlich beschreiben. Auch der früheren Volksschule – sie bestand bis 1969 – ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Breiteneich lässt sich bis zur Gründung im Jahr 1896 zurückverfolgen.

Wer  über frühere Zeiten etwas erzählen kann...

Auch die seinerzeitigen und heutigen wirtschaftlichen Verhältnisse werden ausführlich dargestellt. Da geht es beispielsweise um die einstigen grundherrschaftlichen Verhältnisse, den Wandel der Landwirtschaft, die früheren Gasthäuser und Gemischtwarenhandlungen sowie um vieles andere mehr. Auch über eine Reihe von Personen, die mit Breiteneich verbunden sind, werden im geplanten Buch biographische Skizzen enthalten sein. Zum Beispiel aus der Familie Roretz, die über mehrere Generationen als Schloss- und Gutsbesitzer mit Breiteneich verbunden ist, stammt der Arzt Dr. Albrecht von Roretz, der im 19. Jahrhundert medizinische Pionierarbeit in Japan leistete und an den dort mehrere Denkmäler erinnern. Andreas Sagl, im Haus Nr. 18 in Breiteneich geboren, wanderte in den 1930er Jahren in die Sowjetunion aus und fiel dem Terror Stalins zum Opfer. Auch das Wirken des Landwirtes Anton Juhitzer (1924-2004), des letzten Bürgermeisters der selbstständigen Gemeinde Breiteneich, wird gewürdigt werden. 1970 wurde Breiteneich mit der Stadtgemeinde Horn vereint und seit dieser Zeit hat Breiteneich keinen eigenen Bürgermeister mehr.

Obmann Josef Amon meint zum geplanten Heimatbuch: „Wir stellen uns eine reichhaltige Illustration des Heimatbuches vor, mit früheren Bildern und aktuellen Aufnahmen.“ Dr. Rabl: „Wer noch Bilder zur Verfügung stellen kann (die Originale werden eingescannt und wieder zurückgegeben) oder über frühere Zeiten etwas erzählen kann, möge sich bitte mit mir in Verbindung setzen (E-Mail: erich.rabl@kabelplus.at oder Tel. 02982/3991) oder Obmann Josef Amon kontaktieren (E-Mail: josef.amon43@aon.at oder Tel. 0676/5999234).

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