Jungfeuerwehrmädchen missbraucht

Staatsanwalt Christian Pawle
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RETZ/KORNEUBURG (mr). Wegen des Verbrechens des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und des Vergehens des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses musste sich vergangenen Freitag der 47-jährige Angeklagte vor einem Schöffensenat des Landesgerichtes Korneuburg (Vorsitz: Helmut Neumar) verantworten.

Staatsanwalt Christian Pawle legte ihm zur Last, als Jugendführer der FF Retz im März 2009 nach einer sog. Jugendstunde ein damals 13-jähriges Jungfeuerwehrmädchen dadurch missbraucht zu haben, dass er sie anleitete sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen; ein weiteres Mal soll er sie bei einem Ausflug ins Schwimmbad im Intimbereich betastet haben.

Voll geständig
Der vom Horner Rechtsanwalt Johannes Polt vertretene Angeklagte legte ein reumütiges Geständnis ab, musste sich aber vom Vorsitzenden und vom Staatsanwalt einiges anhören. „Sie wissen schon, dass sie nicht nur das Vertrauen von 10 bis 15-jährigen Auszubildenden schamlos ausgenützt haben, sondern auch das Vertrauen deren Eltern.“ Und: „Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es dem Mädchen ergangen ist, als Sie unter dem Vorwand, sie nach Hause zu bringen, mit dem Auto bei Dunkelheit plötzlich in einen Feldweg einbogen sind.“

Das Urteil:
15 Monate Freiheitsstrafe, davon 12 Monate für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt und Zuspruch von 1000 € Schmerzengeld. Weiters wurde ihm für 5 Jahre die Tätigkeit als Jugendführer einer FF untersagt. Nicht rechtskräftig!

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