Gericht
Krautsalat zum Schnitzel: Das Urteil

Landesgericht Krems.
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Fortsetzung der Verhandlung am Kremser Landesgericht, um eine skurrile Schlägerei in einem Lokal in Eggenburg, Bezirk Horn. Wie berichtet, hatte ein 47-jähriger Gast dem 30-jährigen Wirt, der ihm Krautsalat statt Erdäpfelsalat zum Schnitzel servierte, eine Ohrfeige verpasst. Der Wirt verwies ihn darauf mit einem saloppen „Schleich di“ aus dem Lokal.

Beim darauf folgenden Gerangel stürzten beide zu Boden. Der Gast erlitt schwere Schulterverletzungen und Prellungen, der Wirt ein Cut am Auge sowie Hautabschürfungen. Die Schuldfrage zu klären, erwies sich bei der Erstverhandlung als schwierig. Zu unterschiedlich waren die Aussagen der Kontrahenten über den Hergang der Auseinandersetzung. Ein Zeuge bestätigte die Rangelei und den Sturz der beiden. Nun sollte der Hilfskoch des Lokals mittels Dolmetscherin über seine Wahrnehmungen aussagen, um Klarheit zu bringen, wer der Aggressor gewesen war.

Doch auch der Koch, der wegen lauten Geschreis aus der Küche gekommen war und sie aufforderte aufzuhören, konnte nur bestätigen, dass die beiden während des Ringkampfes zu Boden stürzten.

Für den Gastwirt stand einiges auf dem Spiel, hätte er doch bei einer Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung eine offene bedingte Haftstrafe von 20 Monaten zusätzlich absitzen müssen.

Beide Verteidiger der Streithähne plädierten für ihre Mandanten auf einen Freispruch. Dem schloss sich die Richterin im Zweifel über die Schuldfrage an. Der Gast wurde für seine Schmerzensgeldansprüche auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Ende der Posse. -Kurt Berger

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