Polizei-Chef Brinnich geht in Pension!

Bezirkspolizeikommandant Günther Brinnich: "Natürlich ist nach 43 Jahren auch ein bisschen Wehmut dabei."
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BEZIRK. Bezirksblätter: "Warum gehen Sie schon in Pension?" 
"Das ist alles relativ, immerhin werde ich im Oktober schon 62 Jahre alt und habe fast schon 43 Dienstjahre hinter mir", antwortet er lachend. "Ich denke, es ist Zeit. Es gibt ein Zitat von Emanuel Geibel, da sagt: 'Klug ist, wer stets zur rechten Stunde kommt, doch klüger, wer zu gehen weiß, wann es frommt.'"
Genau 28 Jahre und zehn Monate ist Oberst Brinnich beruflich nun schon in Horn tätig. Geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen ist er in Waidhofen/Thaya.
Ursprünglich wollte er Mittelschulprofessor werden, Biologie und Mathematik studieren. "Das kam dann aber anders", kommentiert er lächelnd.

Horn ist Zufall

Als die Zeit der Berufswahl kam, datete er die Tochter eines Gendarmeriebeamten. Dadurch ist es nicht das Studium geworden, auch nicht die Militärakademie, sondern die Sicherheitsakademie.
Ein gefährliches Erlebnis ist ihm in Erinnerung geblieben: Achtzehn Jahre lang war er Kompaniekommandant bei der Einsatzeinheit Niederösterreich. Zur Zeit des europäischen Wirtschaftsgipfels waren Großdemonstrationen in Salzburg. "Damals kam ich mit einem Zug meiner Kompanie einmal in eine sehr prekäre Situation. Wir sind in einer schmalen, engen Straße mehreren hundert gewaltbereiten Demonstranten gegenüber gestanden, die mit Flaschen und Steinen geworfen haben. Es war sehr schwierig, die Situation zu überstehen, bis Verstärkung eintraf. An diese gefährliche Situation erinnere ich mich, als wäre es gestern gewesen. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich die Bilder immer noch vor mir."
"Meine Tätigkeit in Horn ist im Endeffekt durch Zufall und meine Verwurzelung im Waldviertel entstanden. Dennoch war Horn für mich absolut die richtige Entscheidung! Basierend auf der Größe des Horner Bezirkspolizeikommandos, hatte ich sogar die Möglichkeit, überörtlich tätig zu sein. Dennoch ist es jetzt Zeit Abschied zu nehmen, denn auch die Polizei unterliegt einem ständigen Wandel."

Was planen Sie nun mit der vielen, neu gewonnenen Zeit anzufangen, Hr. Brinnich?

"Ich bin sehr sportlich, bewege mich gerne. Sport werde ich verstärkt ausüben, etwas mehr Laufen, Radfahren und Schwimmen gehen. Im Winter freue ich mich auf das Langlaufen, weiters auf Urlaube und natürlich sollen auch Kunst und Kultur nicht zu kurz kommen. Ich liebe das Meer und bereise gerne schöne Teile Europas. Es sind nicht nur Städteflüge und Thermenaufenthalte, sondern auch die eine oder andere größere Motorradtour geplant."

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