Taffa und Kamp: So steht es um die Wasserqualität in Horn

Als Zubringer des Kamps trägt die Taffa einen wesentlichen Teil zu seiner Wasserqualität bei.
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  • Als Zubringer des Kamps trägt die Taffa einen wesentlichen Teil zu seiner Wasserqualität bei.
  • hochgeladen von Kerstin Höfler

Wasser gilt als Grundlage unseres Lebens und spielt als Lebensmittel, für Hygiene, Freizeitvergnügen und vieles mehr eine wichtige Rolle. Doch wie steht es um die Wasserqualität in Horn und was passiert im Hintergrund, damit wir das kühle Nass in seiner saubersten Form nutzen können?

Direkt um die Stadt Horn wird das Gebrauchtwasser über die Horner Kläranlage gereinigt und aufbereitet. Der Gemeindeverband Horn für Abwasserbeseitigung umfasst die sechs Gemeinden Altenburg, Brunn an der Wild, Horn, Irnfritz-Messern, Röhrenbach und St. Bernhard Frauenhofen. Die Anlage ist für 40.000 EGW (Einwohnergleichwerte) ausgelegt, die tatsächliche Auslastung liegt bei 22.000 EGW. Jährlich fallen rund 1.100 Tonnen Klärschlamm an. Nach der professionellen Reinigung wird das aufbereitete, klare Wasser der Taffa zugeführt.

Die Taffa ist ein Nebenfluss des Kamps, der das westliche Horner Becken und die daran im Westen anschließende Wild entwässert. Der Name Taffa leitet sich vom Slawischen Dabina ab, was so viel wie Schluchtbach bedeutet. Die Taffa mündet in Rosenburg in den Kamp. Der Vergleich über die Jahre hinweg zeigt, dass sowohl die Taffa - vor allem der Bereich der Kleinen Taffa - als auch der Kamp seit 1977 ihre Gewässergüteklasse bei II bis III halten.

Wasserqualität verbessert sich stetig

Aktuelle Messdaten der ARA GV Horn für Abwasserbeseitigung geben Auskunft über die Wasserqualität der Taffa: Mit einem PH-Wert von 8,1 ist die Taffa leicht basisch. Bei Orthophosphat handelt es sich um gelöstes Phosphat, welches nur in dieser Form von Pflanzen aufgenommen werden kann. Phosphor zählt zu den wichtigsten Hauptnährstoffen aller Lebewesen. Der Grenzwert ist in Fließgewässern zwischen 20 und 200 µg/l festgelegt. Die Taffa befindet sich mit 87,0 µg/l also im stabilen Normbereich. Im Mittelfeld liegt die Taffa auch mit 3,7 mg/l beim BSB5-Wert, dieser beschreibt die Qualität der Abwasserreinigung von organischen Verbindungen.

Generell zeigt sich, dass sich die Gewässergüte im Horner Bezirk stetig erhöht. Das liegt zu einem wesentlichen Teil dem Ausbau der kommunalen genauso wie industriellen Abwasserreinigungen zugrunde. Da Gewässer höchst sensible Naturbereiche sind, sollten bei der Gesamtbeurteilung neben den Messdaten zur Gewässergüte noch weitere Aspekte wie die Eignung als Fisch- oder Badegewässer berücksichtigt werden. Renaturierung ist hierfür ein Schlüsselfaktor. Lesen Sie nächste Woche, welche Maßnahmen zur Renaturierung beim Kamp geplant sind.

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