Zivilschutzverbände raten für den Katastrophenfall Nahrungsvorräte anzulegen

Ernst Führer, Stellv. Bezirksleiter des NÖ Zivilschutzverbandes und Zivilschutzbeauftragter der Gemeinde St. Bernhard-Frauenhofen.
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BEZIRK. Panikmache oder berechtigte Vorsorge? Ein Lokalaugenschein. Die Ausbaupläne für das AKW Dukovany nahe der Grenze (siehe Story re) zeigen: Eine Katastrophe wie ein Reaktorunfall ist keine abstrakte Utopie. Doch wie gut ist unser Land auf den Ernstfall vorbereitet? Wie gut wird der Rat des Zivilschutzverbandes zum Schaffen eines Vorrates schon befolgt? Wir haben uns in den Kellern im Bezirk umgesehen und fanden neben Hobbyräumen auch Nahrungsvorräte und Notstromaggregate. "Ich habe Lebensmittelvorräte und die Möglichkeit, dass eine Notstromeinspeisung möglich ist. Ich kann notdürftig das ganze Haus mit Notstrom versorgen. Das habe ich vor drei Jahren erworben", sagt Ernst Führer, seit 2006 Zivilschutzbeauftragter der Gemeinde St. Bernhard-Frauenhofen.
Seine Familie könnte ohne zu verhungern zwei bis drei Woche überleben. "Das ist beruflich bedingt, dass die Einkäufe nur alle 8 - 10 Tage stattfinden. Kartoffelgulasch, Linsen mit Speck, Beuschel, Fischdosen, 60 l Mineralwasser und 60 l Trinkwasser im Kanister. Zur Vorratshaltung gehören auch Hygieneartikel und wenn nötig, auch Medikamente. Bei Alkoholikern oder Menschen, die Naschen zur Stressbewältigung brauchen, ist auch hier Vorsorge wichtig." Er hat eine Blackoutbox im Keller, auch seinen Kindern hat er je eine mitgegeben. Darin befinden sich Gaskocher, Kerzen, Taschenlampe, Kartuschen, zwei Töpfe. "Der ORF ist verpflichtet, im Katastrophenfall Informationen zu senden. Mit einem Kurbelradio und einer Dynamo-Taschenlampe ist man netzunabhängig."

Wir haben ein Problem
"Der Zivilschutz berät, im Gegensatz zur Feuerwehr, die bei Katastrophen hilft, im voraus und das findet erst Gehör, wenn der Hut brennt", lächelt Führer. Wenn Katastrophen, wie z.B. "die Eiszeit", die im Waldviertel für Stromausfälle sorgte, wieder vorbei sind, ist es mit den guten Vorsätzen vorzusorgen auch wieder vorbei.
Günther Winkler aus Gars: "Natürlich muss man Lebensmittel zu Hause haben, Konserven, lang haltbares Brot, Wasser (da hab ich einen Brunnen), ein Kurbelradio für Mittelwelle und UKW, Radio mit Kurzwelle, div. Kurbel-Taschenlampen. Fertiggerichte, Fruchtkonserven, Nudeln, Reis, Bohnen, Linsen, Fischkonserven - da komm ich einen Monat durch." Für die Sicherheit: Nachtsichtgerät & Ferngläser.

Autor:

H. Schwameis aus Horn

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